
Vorstellung Schokoladenkekse mit Nüssen
Schokoladenkekse mit Nüssen gehören zur langen Tradition niederländischer Backwaren, die zur „Koffietijd“, der klassischen Kaffeepause am Nachmittag, serviert werden. Der Teig aus Butter, Zucker, Mehl und reichlich dunkler Schokolade wird mit gehackten Haselnüssen oder Walnüssen angereichert, die für einen angenehmen Biss und ein nussiges Aroma sorgen. Charakteristisch für diese Kekse ist ihre Textur: außen knusprig gebacken, innen bleiben sie angenehm weich und leicht schokoladig-klebrig. In den Niederlanden werden solche Kekse gerne in großen Mengen gebacken und in blechernen Dosen aufbewahrt, damit stets ein Vorrat für spontanen Besuch bereitsteht.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 100 g weiche Butter
- 80 g brauner Zucker
- 1 Ei
- 150 g Weizenmehl
- 0,5 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
- 80 g dunkle Schokolade, grob gehackt
- 50 g Haselnüsse, grob gehackt
- 0,5 TL Vanilleextrakt
Einkaufen der Zutaten
Für den besten Geschmack lohnt sich eine gute dunkle Schokolade mit mindestens 60 Prozent Kakaoanteil, die Sie im Block kaufen und selbst grob hacken, statt fertige Schokotropfen zu verwenden, deren Geschmack meist weniger intensiv ist. Haselnüsse bekommen Sie ganzjährig im Supermarkt, geröstet und bereits gehackt sparen sie zusätzlich Zeit, achten Sie aber auf ein aktuelles Haltbarkeitsdatum, da Nüsse schnell ranzig werden können. Braunen Zucker finden Sie in der Backzutaten-Abteilung, er verleiht den Keksen eine leicht karamellige Note, die weißer Zucker nicht bietet. Achten Sie darauf, dass die Butter wirklich zimmerwarm und weich ist, damit sich der Teig gut verarbeiten lässt.
Vorbereitung des Gerichts
Nehmen Sie die Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank, damit sie beim Backen Zimmertemperatur hat und sich leicht mit dem Zucker verrühren lässt. Hacken Sie die Schokolade und die Haselnüsse grob mit einem Messer, statt sie zu fein zu zerkleinern, damit später noch deutliche Stücke im Teig zu erkennen sind. Vermischen Sie Mehl, Backpulver und Salz in einer separaten Schüssel, damit sich das Backpulver gleichmäßig verteilt. Heizen Sie den Backofen rechtzeitig auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vor und legen Sie ein Backblech mit Backpapier aus.
Anleitung für die Zubereitung
- Verrühren Sie die weiche Butter mit dem braunen Zucker, bis eine helle, cremige Masse entsteht.
- Geben Sie das Ei und den Vanilleextrakt dazu und verrühren Sie alles gründlich.
- Sieben Sie die Mehlmischung darüber und heben Sie sie vorsichtig unter, bis gerade kein Mehl mehr sichtbar ist.
- Heben Sie die gehackte Schokolade und die Haselnüsse unter den Teig, ohne zu lange zu rühren.
- Formen Sie mit einem Löffel walnussgroße Kugeln aus dem Teig und legen Sie sie mit ausreichend Abstand auf das Backblech.
- Drücken Sie die Kugeln leicht flach, da sie beim Backen nur wenig auseinanderlaufen.
- Backen Sie die Kekse etwa 10 bis 12 Minuten, bis die Ränder goldbraun, die Mitte aber noch leicht weich ist.
- Lassen Sie die Kekse einige Minuten auf dem Blech abkühlen, bevor Sie sie vorsichtig auf ein Gitter umsetzen.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
In der klassischen Form enthalten diese Kekse sowohl Gluten durch das Weizenmehl als auch Laktose durch die Butter. Für eine glutenfreie Variante lässt sich das Mehl problemlos durch eine glutenfreie Mehlmischung ersetzen, wobei die Kekse dadurch etwas krümeliger ausfallen können. Laktosefrei gelingen die Kekse mit pflanzlicher Margarine anstelle der Butter, während Sie bei der Schokolade auf eine laktosefreie oder vegane Sorte achten sollten, da handelsübliche Schokolade oft Milchpulver enthält.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Diese Kekse sind bereits von Natur aus vegetarisch und lassen sich mit ein paar Anpassungen leicht vegan gestalten: Ersetzen Sie die Butter durch pflanzliche Margarine, das Ei durch einen Esslöffel gemahlene Leinsamen mit drei Esslöffeln Wasser, und verwenden Sie vegane dunkle Schokolade, die es mittlerweile in fast jedem Supermarkt gibt. Der Geschmack und die Textur bleiben dabei erstaunlich nah am Original, sodass auch Nicht-Veganer den Unterschied kaum bemerken werden.
Weitere Tipps und Tricks
Backen Sie die Kekse lieber eine Minute zu kurz als zu lange, denn sie garen auf dem heißen Blech noch etwas nach und bleiben so innen angenehm weich, statt trocken zu werden. Wer besonders gleichmäßige Kekse möchte, formt den Teig vor dem Backen zu einer Rolle, wickelt sie in Frischhaltefolie und kühlt sie, dann lassen sich gleich dicke Scheiben abschneiden. Der ungebackene Teig lässt sich außerdem hervorragend portionsweise einfrieren, sodass Sie jederzeit frische Kekse backen können, ohne den ganzen Teig auf einmal zu verarbeiten.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Mögen Sie es intensiver schokoladig, mischen Sie zusätzlich etwas Kakaopulver unter den Teig, was den Keksen eine noch dunklere, kräftigere Note verleiht. Wer weniger süß mag, reduziert die Zuckermenge leicht oder verwendet Schokolade mit einem höheren Kakaoanteil von 70 Prozent. Für eine festliche Variante lässt sich der Teig zusätzlich mit einer Prise Zimt oder etwas geriebener Orangenschale verfeinern, was besonders zur Winterzeit gut passt.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Fehlen Haselnüsse, funktionieren auch Walnüsse, Pekannüsse oder Mandeln als Ersatz, wobei jede Nusssorte dem Keks eine eigene, leicht unterschiedliche Note verleiht. Statt brauner Zucker kann auch weißer Zucker verwendet werden, wobei die Kekse dann etwas weniger karamellig schmecken. Ist keine dunkle Schokolade zur Hand, eignet sich auch Vollmilchschokolade, allerdings werden die Kekse dadurch merklich süßer.
Ideen für passende Getränke
Zu diesen Schokoladenkeksen passt klassisch eine Tasse starker niederländischer Kaffee, wie er zur traditionellen Koffietijd gereicht wird, hervorragend. Auch ein Glas kalte Milch ist ein beliebter, unkomplizierter Begleiter, besonders bei Kindern. Wer es weihnachtlich mag, genießt die Kekse dazu mit einer Tasse heißer Schokolade, die die schokoladigen Aromen der Kekse noch verstärkt.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Stapeln Sie die abgekühlten Kekse locker auf einem Teller oder in einer traditionellen Blechdose, wie sie in niederländischen Haushalten häufig für Gebäck verwendet wird. Ein paar zusätzliche, grob gehackte Haselnüsse und ein Stückchen Schokolade daneben unterstreichen optisch, was in den Keksen steckt. Für besondere Anlässe schmeckt zusätzlich ein Klecks Puderzucker, leicht über die Kekse gesiebt, sehr dekorativ.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Die Niederlande blicken auf eine lange Backtradition zurück, die eng mit dem historischen Handel der Niederländischen Ostindien-Kompanie verbunden ist, durch den Gewürze, Kakao und exotische Zutaten schon früh nach Europa gelangten. Schokolade wurde bereits im 17. Jahrhundert in den Niederlanden verarbeitet und fand rasch ihren Weg in Kuchen und Kekse, die zur damals aufkommenden Kaffeekultur passten. Heute gehören Schokoladenkekse mit Nüssen zu den festen Bestandteilen der niederländischen Backkultur und werden gerne zu Feiertagen, Geburtstagen oder einfach zum gemütlichen Nachmittagskaffee gebacken.
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Zusammenfassung: Schokoladenkekse mit Nüssen
Schokoladenkekse mit Nüssen vereinen mit wenigen Grundzutaten alles, was ein gutes Gebäck ausmacht: knusprigen Rand, weiche Mitte, intensive Schokolade und den angenehmen Biss gerösteter Nüsse. Sie lassen sich in kurzer Zeit backen, gut vorbereiten und dank einfacher Anpassungen problemlos glutenfrei oder vegan gestalten. Backen Sie diese Kekse einmal selbst, und schon bald werden sie, ganz nach niederländischer Tradition, zu Ihrem festen Begleiter der Kaffeepause.
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