Wakame ist eine Braunalge, die vor den Küsten Japans, Koreas und Chinas wächst und dort seit Jahrhunderten gegessen wird. Getrocknet ist sie dunkel und brüchig, eingeweicht wird sie weich und grün. Bekannt ist sie aus der Miso-Suppe und dem grünen Algensalat im Sushi-Restaurant.

Was ist Wakame?
Wakame (Undaria pinnatifida) ist eine Braunalge mit breiten, gelappten Blättern, die an Felsen und in Zuchtanlagen im Meer wächst. Japan, Korea und China ziehen sie in großem Stil an Leinen. In Korea heißt sie Miyeok. Nach der Ernte wird sie kurz blanchiert und getrocknet oder gesalzen. Im Handel finden Sie meist getrocknete, klein geschnittene Stücke. Beim Einweichen quillt Wakame stark auf, ein Teelöffel getrocknete Alge reicht für eine Schale Suppe. Wakame enthält Mineralstoffe und Jod. Der Jodgehalt getrockneter Algen schwankt stark, kaufen Sie deshalb Produkte, die Jodgehalt und empfohlene Verzehrmenge angeben. Wakame enthält in der Regel deutlich weniger Jod als Kombu.
Geschmack und Verwendung
Wakame schmeckt mild salzig nach Meer, mit leichter Süße, und hat eine weiche, etwas glitschige Textur. Die Mittelrippe bleibt knackiger. In der Miso-Suppe kommt sie zusammen mit Tofu und Frühlingszwiebeln in die heiße Dashi-Brühe. In Korea kocht man daraus Miyeok Guk, eine Suppe, die traditionell zum Geburtstag und Frauen nach der Geburt serviert wird. Für einen japanischen Gurkensalat (Sunomono) mischen Sie eingeweichte Wakame mit Gurkenscheiben, Reisessig, etwas Zucker und Sesam. Weichen Sie getrocknete Stücke fünf bis zehn Minuten in kaltem Wasser ein und drücken Sie sie aus. Kochen Sie Wakame nicht lange mit, sonst wird sie schleimig. In Suppen genügt eine Minute.
Einkaufen und worauf Sie achten sollten
Getrocknete Wakame bekommen Sie im Asialaden, im Bioladen und im Asia-Regal größerer Supermärkte, meist in Beuteln von 50 bis 100 g. Geschnittene Ware spart Arbeit. Achten Sie auf Herkunft und Angaben zum Jodgehalt. Gesalzene Wakame aus dem Kühlregal schmeckt frischer, muss aber gründlich abgespült werden. Der leuchtend grüne fertige Algensalat ist meist mit Farbstoff, Zucker und Sesamöl angemacht. Für Suppen und eigene Salate kaufen Sie besser die getrocknete Alge.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Getrocknete Wakame hält luftdicht verschlossen, trocken und dunkel gelagert ein bis zwei Jahre. Feuchtigkeit macht sie weich und klumpig. Eingeweichte Reste halten im Kühlschrank in einer Dose ein bis zwei Tage. Gesalzene Wakame hält im Kühlschrank einige Wochen, beachten Sie das Datum auf der Packung.
Womit kann man Wakame ersetzen?
In der Miso-Suppe ersetzen Sie 1 TL getrocknete Wakame durch ein halbes Blatt Nori, in feine Streifen geschnitten. Geben Sie die Streifen erst in die Schale, weil Nori in heißer Brühe schnell zerfällt. Für Salate eignet sich Meeresspaghetti oder Dulse aus dem Bioladen, jeweils 5 g getrocknet pro Portion. Wer keine Algen mag, nimmt eine Handvoll junge Spinatblätter, die kurz in der Suppe zusammenfallen. Den Meeresgeschmack bringt dann ein Schuss Dashi.
Rezepte mit Wakame
Mehr dazu: Zutatenlexikon
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