Piment sind die getrockneten Beeren eines Baums aus der Karibik. Sie riechen nach Nelke, Zimt, Muskat und Pfeffer zugleich, deshalb heißen sie im Englischen Allspice. Bei uns kennt man sie auch als Nelkenpfeffer, Neugewürz oder Jamaikapfeffer.

Was ist Piment?
Der Pimentbaum (Pimenta dioica) gehört zu den Myrtengewächsen und wächst in Mittelamerika und auf den Karibikinseln. Jamaika gilt als klassisches Herkunftsland, große Mengen kommen heute auch aus Mexiko und Mittelamerika. Geerntet werden die Beeren grün und unreif, danach trocknen sie in der Sonne, bis sie rotbraun und hart sind. Ein Korn ist etwas größer als ein Pfefferkorn und enthält zwei Samen. Das Aroma steckt vor allem in der Schale und stammt zu einem großen Teil von Eugenol, demselben Stoff, der Gewürznelken prägt. Spanische Seefahrer hielten die Beeren im 16. Jahrhundert für eine Art Pfeffer und nannten sie pimienta. Mit Paprika oder Pimentón hat Piment nichts zu tun, die Namen werden aber oft verwechselt.
Geschmack und Verwendung
Piment schmeckt warm, würzig und leicht scharf, mit einem deutlichen Nelkenton. Auf Jamaika ist er neben Scotch-Bonnet-Chili und Thymian die Grundlage der Jerk-Marinade, etwa beim karibischen Jerk Chicken. Er würzt dort auch Reis und Erbsen und Bohnensuppen. In Deutschland gehören ganze Körner in die Beize für Sauerbraten, in Heringsmarinaden und in Rotkohl. Gemahlen steckt er in Lebkuchengewürz und Spekulatius. Skandinavien würzt damit Fleischbällchen und Leberpastete, in den USA ist er Teil des Cincinnati Chili. Ganze Körner kocht man mit und entfernt sie vor dem Servieren. Schon drei oder vier Körner reichen für einen Topf Rotkohl. Gemahlen ist er stärker, eine Messerspitze genügt meist.
Einkaufen und worauf Sie achten sollten
Piment steht in jedem Supermarkt im Gewürzregal, als ganze Körner oder gemahlen. Kaufen Sie bevorzugt ganze Körner. Sie halten ihr Aroma viel länger, und Sie können sie bei Bedarf im Mörser oder in einer Gewürzmühle frisch mahlen. Gute Körner sind gleichmäßig dunkelbraun, rund und riechen schon beim Öffnen der Packung kräftig. Größere Mengen gibt es günstig im Asia- oder Afroshop, wo Piment oft als Allspice verkauft wird.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Ganze Pimentkörner halten luftdicht und dunkel gelagert zwei bis drei Jahre. Gemahlener Piment verliert schon nach einigen Monaten deutlich an Duft. Reiben Sie ein Korn zwischen den Fingern. Riecht es kaum noch nach Nelke, ist es zu alt und gehört in den Müll.
Womit kann man Piment ersetzen?
Für 1 TL gemahlenen Piment mischen Sie ½ TL gemahlenen Zimt, ¼ TL gemahlene Nelken und ¼ TL geriebene Muskatnuss. Wer es pfeffriger mag, gibt eine Prise schwarzen Pfeffer dazu. Ganze Körner in Beizen und Marinaden ersetzen Sie je Korn durch eine Gewürznelke und ein Pfefferkorn. Nelken sind kräftiger, deshalb lieber etwas weniger nehmen.
Rezepte mit Piment
Mehr dazu: Zutatenlexikon
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