Die Jackfrucht ist eine tropische Baumfrucht aus Südasien, die mehrere Kilogramm schwer wird. Jung und grün kocht man sie als Gemüse, reif isst man ihr süßes, gelbes Fruchtfleisch. In Europa ist sie vor allem als Fleischersatz bekannt geworden.

Was ist Jackfrucht?
Der Jackfruchtbaum (Artocarpus heterophyllus) gehört zu den Maulbeergewächsen und stammt aus Südindien. Heute wächst er in ganz Süd- und Südostasien, in Ostafrika und in Brasilien. Die Früchte hängen direkt am Stamm und an dicken Ästen. Reife Früchte wiegen etwa 4,5 bis 50 kg und zählen zu den größten Baumfrüchten der Welt. Unter der grünen, warzigen Schale sitzen Hunderte Fruchtfleischstücke, jedes mit einem großen Kern. Ein klebriger Milchsaft tritt beim Schneiden aus. In Bangladesch ist die Jackfrucht Nationalfrucht. Im indischen Bundesstaat Kerala hat sie den Rang einer offiziellen Staatsfrucht. Die Kerne werden meist gekocht oder geröstet gegessen und schmecken dann ähnlich wie Maronen.
Geschmack und Verwendung
Junge Jackfrucht schmeckt fast neutral und hat feste Fasern, die sich nach dem Kochen auseinanderzupfen lassen. Sie nimmt Gewürze gut auf. In Sri Lanka kocht man sie als Jackfruit Curry in Kokosmilch, auf den Philippinen als Ginataang Langka. In Yogyakarta schmort man sie stundenlang mit Palmzucker zu Gudeg, bis sie braun und süßlich ist. Reife Jackfrucht duftet stark und schmeckt nach Banane, Ananas und Mango zugleich. Auf den Philippinen wickelt man sie mit Banane in Teig und frittiert sie als Turon. In westlichen Küchen ersetzt junge Jackfrucht Pulled Pork, mit Barbecuesauce im Burgerbrötchen. Das funktioniert gut, wenn Sie die Stücke vorher kräftig anbraten, sonst bleibt die Masse weich.
Einkaufen und worauf Sie achten sollten
Junge Jackfrucht kaufen Sie am einfachsten in Dosen aus dem Asia-Laden. Achten Sie auf die Angabe „young green jackfruit in brine“, also in Salzlake. Ware in Sirup ist reif und gehört ins Dessert. Bio-Supermärkte führen vorgegarte, teils gewürzte Jackfrucht im Kühlregal, die deutlich teurer ist. Frische, ganze Früchte bekommen Sie gelegentlich in Asia- und Afro-Läden. Eine reife Frucht gibt auf Druck leicht nach und riecht süß. Ölen Sie Messer und Hände vor dem Zerteilen, sonst klebt der Milchsaft hartnäckig.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Ungeöffnete Dosen halten mehrere Jahre. Reste aus der Dose bewahren Sie in frischem Wasser in einem geschlossenen Behälter im Kühlschrank auf und verbrauchen sie in zwei bis drei Tagen. Frisches, reifes Fruchtfleisch hält im Kühlschrank etwa fünf Tage. Ausgelöst und ohne Kerne lässt es sich gut einfrieren.
Womit kann man Jackfrucht ersetzen?
Als Fleischersatz in herzhaften Gerichten eignen sich Kräuterseitlinge am besten. Für 200 g junge Jackfrucht reißen Sie 200 g Kräuterseitlinge mit einer Gabel in Streifen und braten sie scharf an, bevor die Sauce dazukommt. Palmherzen aus der Dose, in Scheiben, passen in Currys. Reife Jackfrucht im Dessert ersetzen Sie durch eine Mischung aus Mango und Banane zu gleichen Teilen.
Rezepte mit Jackfrucht
Mehr dazu: Zutatenlexikon
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