Vorstellung Matembele
Matembele gehört zu den Blattgemüse-Gerichten, die in vielen Teilen Ostafrikas Ugali oder Reis begleiten, ohne selbst im Mittelpunkt zu stehen. Die Zubereitung ist unkompliziert, Zwiebel und Tomate dünsten zu einer weichen Basis, die Blätter kommen mit etwas Wasser dazu und ziehen zugedeckt gar. Erdnussbutter wird erst gegen Ende eingerührt, damit sie nicht anbrennt und die Sauce eine sämige, leicht nussige Konsistenz bekommt. Wer es schärfer mag, gibt eine gehackte Chili mit in die Tomatensauce, zwingend ist das aber nicht. Insgesamt braucht Matembele kaum mehr als zwanzig Minuten von der Zwiebel bis zum servierfertigen Topf.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 300 g frische Süßkartoffelblätter (Matembele) – ersatzweise Mangold oder Spinat
- 1 Zwiebel, fein gehackt
- 1-2 Tomaten, gewürfelt
- 2 EL Erdnussbutter (oder fein gemahlene Erdnüsse)
- 1-2 EL Pflanzenöl
- 1 Chili, fein gehackt (optional)
- Salz nach Geschmack
- Etwas Wasser
Einkaufen der Zutaten
Frische Süßkartoffelblätter finden Sie am ehesten in afrikanischen oder asiatischen Lebensmittelgeschäften, gelegentlich auch bei Anbietern von Süßkartoffelpflanzen selbst. Ist Matembele nicht erhältlich, greifen Sie zu Mangold oder Spinat als naheliegender Ersatz. Achten Sie bei der Erdnussbutter auf eine naturbelassene Sorte ohne Zuckerzusatz, um den authentischen Geschmack zu bewahren.
Vorbereitung des Gerichts
Waschen Sie die Süßkartoffelblätter gründlich, entfernen Sie grobe Stiele und schneiden Sie die Blätter in feine Streifen. Zwiebel, Tomaten und Chili werden klein gewürfelt beziehungsweise gehackt bereitgestellt. Die Erdnussbutter sollte griffbereit sein, damit sie am Ende gleichmäßig eingerührt werden kann.
Anleitung für die Zubereitung
- Das Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig dünsten.
- Die Tomaten und die Chili hinzufügen und einige Minuten mitschmoren, bis sich eine weiche Sauce bildet.
- Die geschnittenen Süßkartoffelblätter zugeben und unterrühren.
- Etwas Wasser angießen, den Topf abdecken und 10-15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Blätter weich sind.
- Die Erdnussbutter einrühren und mit Salz abschmecken, weitere 5 Minuten köcheln lassen.
- Matembele heiß als Beilage zu Ugali oder Reis servieren.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Matembele ist von Natur aus glutenfrei und laktosefrei, da weder Getreide mit Gluten noch Milchprodukte verwendet werden. Achten Sie lediglich darauf, dass die verwendete Erdnussbutter frei von versteckten Zusatzstoffen ist. So können auch Menschen mit entsprechenden Unverträglichkeiten dieses Gericht bedenkenlos genießen.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Matembele ist von Haus aus ein veganes Gericht und benötigt für Veganer keine Anpassung. Wer zusätzliches Eiweiß möchte, kann gekochte Kichererbsen oder Erdnüsse ganz unterrühren. Achten Sie darauf, dass Öl und Erdnussbutter rein pflanzlich sind, dann steht dem vollwertigen Genuss nichts im Wege.
Weitere Tipps und Tricks
Schneiden Sie die Blätter möglichst fein, damit sie schnell gar werden und sich gleichmäßig mit der Sauce verbinden. Ein Spritzer Zitronensaft am Ende hebt die Erdnussnote angenehm hervor. Wer es würziger mag, gibt zusätzlich etwas Currypulver oder Kreuzkümmel hinzu.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Die Menge an Erdnussbutter lässt sich je nach gewünschter Cremigkeit anpassen. Auch die Zugabe von etwas Kokosmilch verleiht dem Gericht eine mildere, rundere Note. Wer es schärfer mag, erhöht einfach die Chilimenge.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Sind keine Süßkartoffelblätter erhältlich, eignen sich Mangold, Grünkohl oder junger Spinat als Ersatz. Anstelle von Erdnussbutter können Sie auch Cashewmus oder Tahin verwenden, was dem Gericht eine leicht andere, aber ebenfalls schmackhafte Note gibt. Die Beilage lässt sich durch Reis, Fufu oder Kochbananen ersetzen.
Ideen für passende Getränke
Zu Matembele passt ein erfrischender Hibiskustee oder ein kühles Ingwerbier. Wer es alkoholisch mag, greift zu einem leichten ostafrikanischen Lagerbier. Auch ein Glas frischer Ananas- oder Mangosaft rundet die Mahlzeit angenehm ab.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Servieren Sie Matembele in einer bunten Schale neben einem Hügel Ugali oder Reis. Ein paar geröstete Erdnüsse als Garnitur setzen einen appetitlichen Akzent. Eine einfache, rustikale Präsentation unterstreicht den authentischen, hausgemachten Charakter des Gerichts.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Matembele zählt zu den ältesten Blattgemüsegerichten Tansanias und geht auf die traditionelle Nutzung der Süßkartoffelpflanze zurück, bei der die Knolle und die nährstoffreichen Blätter verwertet werden. Als preiswerte, leicht verfügbare Zutat spielt es seit jeher eine wichtige Rolle in der Ernährung ländlicher Haushalte. Die Kombination aus Blattgemüse und Erdnuss ist in weiten Teilen Ost- und Südafrikas verbreitet und zeigt die engen kulinarischen Verbindungen der Region.
Weitere Rezeptvorschläge
- Ugali – der klassische Maisbrei, der zu fast jeder Mahlzeit in Tansania gehört.
- Ndizi za Kupika
- Pilau – aromatisierter Reis mit Gewürzen und Fleisch oder Gemüse.
- Ndizi Nyama
- Mchicha – geschmortes Amaranth-Blattgemüse, ähnlich zubereitet wie Matembele.
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Zusammenfassung: Matembele
Matembele ist ein geschmortes Blattgemüse mit Erdnussbutter, das als Beilage zu Ugali oder Reis dient und sich mit Mangold oder Spinat ebenso zubereiten lässt. Die Sauce dickt beim Abkühlen nach, beim Aufwärmen hilft ein Schuss Wasser.
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