
Vorstellung Pad Thai mit Garnelen
Pad Thai mit Garnelen ist ein gebratenes Reisnudelgericht, das in Thailand an praktisch jeder Straßenecke zu finden ist und international zu einem der bekanntesten Botschafter der thailändischen Küche geworden ist. Die flachen Reisnudeln werden im Wok mit Ei, Garnelen, Tofu, Sojasprossen und Schnittlauch gebraten und mit einer aromatischen Sauce aus Tamarindenpaste, Fischsauce, Palmzucker und etwas Chili abgeschmeckt. Typisch sind der Kontrast zwischen weichen Nudeln und knackigem Gemüse sowie der abschließende Crunch gerösteter Erdnüsse. Serviert wird Pad Thai meist mit einer Limettenspalte und frischen Sprossen, damit jeder nach eigenem Geschmack nachwürzen kann.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 150 g flache Reisnudeln (Pad-Thai-Nudeln)
- 150 g Garnelen, geschält und entdarmt
- 1 Ei
- 50 g Tofu, in Streifen geschnitten
- 50 g Sojasprossen
- 2 Frühlingszwiebeln, in Stücken
- 2 EL Fischsauce
- 1 EL Tamarindenpaste
- 1 EL Palmzucker (oder brauner Zucker)
- 2 EL Pflanzenöl
- 30 g geröstete, gehackte Erdnüsse
- 1 Limette, in Spalten
- Chiliflocken nach Geschmack
Einkaufen der Zutaten
Flache Reisnudeln für Pad Thai finden Sie meist im Asia-Supermarkt, achten Sie auf die Bezeichnung „Pad Thai Rice Noodles“ oder „Chantaboon Noodles“. Tamarindenpaste und Fischsauce gehören ebenfalls ins Sortiment jedes gut sortierten Asia-Ladens, alternativ bieten größere Supermärkte mittlerweile oft eine kleine asiatische Abteilung mit diesen Zutaten. Frische Garnelen bekommen Sie beim Fischhändler, tiefgekühlte vorgegarte Garnelen funktionieren aber ebenso gut und sparen Zeit. Sojasprossen sollten möglichst frisch sein, sie halten sich im Kühlschrank nur wenige Tage, geröstete Erdnüsse finden Sie fertig im Supermarktregal oder Sie rösten sie selbst kurz in der Pfanne.
Vorbereitung des Gerichts
Weichen Sie die Reisnudeln vor dem Kochen etwa 20 bis 30 Minuten in kaltem oder lauwarmem Wasser ein, bis sie biegsam, aber noch nicht vollständig gar sind, sie garen im Wok später fertig. Während die Nudeln einweichen, bereiten Sie die Sauce vor, indem Sie Fischsauce, Tamarindenpaste und Palmzucker in einer kleinen Schüssel verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Garnelen putzen, Tofu in Streifen schneiden, Frühlingszwiebeln in Stücke schneiden und alle Zutaten griffbereit neben den Herd stellen, denn Pad Thai wird bei hoher Hitze sehr schnell fertig gebraten und lässt keine Zeit für spontanes Zutatenschneiden.
Anleitung für die Zubereitung
- Öl in einem Wok oder einer großen Pfanne stark erhitzen, Garnelen und Tofu darin etwa 2 Minuten anbraten.
- Das Ei dazugeben, kurz stocken lassen und mit den anderen Zutaten verrühren.
- Die eingeweichten, abgetropften Reisnudeln in den Wok geben und unter Rühren 2 bis 3 Minuten mitbraten.
- Die vorbereitete Sauce aus Fischsauce, Tamarindenpaste und Palmzucker über die Nudeln gießen und gut vermischen.
- Sojasprossen und Frühlingszwiebeln hinzufügen und nur kurz mitbraten, damit sie knackig bleiben.
- Alles nochmals kräftig durchschwenken, bis die Nudeln gleichmäßig von der Sauce überzogen sind.
- Mit gehackten Erdnüssen bestreuen und auf Tellern anrichten.
- Mit Limettenspalten und Chiliflocken servieren, damit jeder individuell nachwürzen kann.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Reisnudeln sind von Natur aus glutenfrei, achten Sie bei der Fischsauce jedoch auf ein glutenfreies Produkt, da manche Marken Weizen enthalten können, im Zweifel hilft ein Blick auf die Zutatenliste oder eine als glutenfrei gekennzeichnete Sauce. Laktose spielt bei Pad Thai keine Rolle, da das Gericht traditionell ohne Milchprodukte zubereitet wird. Damit ist Pad Thai mit Garnelen bei richtiger Zutatenwahl sowohl für Menschen mit Zöliakie als auch mit Laktoseintoleranz problemlos geeignet.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Für eine vegane Variante lassen Sie Garnelen und Ei weg und verwenden stattdessen mehr Tofu sowie etwas Räuchertofu für zusätzliche Würze und Textur. Die Fischsauce ersetzen Sie durch Sojasauce oder eine vegane Fischsaucen-Alternative auf Pilzbasis, die es mittlerweile in vielen Asia-Läden zu kaufen gibt. Geröstete Erdnüsse und frisches Gemüse wie Karotten oder Paprika sorgen für zusätzlichen Biss und Farbe, sodass das Gericht auch ohne tierische Zutaten seinen typischen Pad-Thai-Charakter behält.
Weitere Tipps und Tricks
Achten Sie darauf, die Reisnudeln nicht zu lange einzuweichen, sonst werden sie beim Braten schnell matschig, sie sollten noch einen leichten Widerstand haben, bevor sie in den Wok kommen. Braten Sie bei möglichst hoher Hitze und arbeiten Sie zügig, das sorgt für den charakteristischen rauchigen „Wok Hei“-Geschmack, der echtes Pad Thai auszeichnet. Bereiten Sie alle Zutaten vor dem Kochen vollständig vor, da der eigentliche Bratvorgang nur wenige Minuten dauert und keine Zeit zum Nachschneiden lässt. Wer es authentisch mag, serviert zusätzlich rohe Sojasprossen und Limettenspalten separat auf dem Tisch.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Wer es schärfer mag, gibt zusätzlich frisch gehackte Chilis oder mehr Chiliflocken in die Sauce, während empfindliche Esser die Chili ganz weglassen können. Statt Garnelen lässt sich das Gericht auch mit Hühnchenstreifen oder Rindfleisch zubereiten, einfach vor den Nudeln kurz anbraten. Wer es süßer mag, erhöht die Menge an Palmzucker leicht, für eine säuerlichere Note geben Sie mehr Tamarindenpaste oder einen zusätzlichen Spritzer Limettensaft hinzu. Auch die Menge an Erdnüssen lässt sich je nach Vorliebe für mehr Crunch erhöhen.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Ist Tamarindenpaste nicht erhältlich, können Sie ersatzweise eine Mischung aus Limettensaft, etwas Worcestersauce und braunem Zucker verwenden, um eine ähnliche süß-säuerliche Note zu erzielen. Palmzucker lässt sich problemlos durch braunen Zucker oder Rohrzucker ersetzen. Fehlen flache Reisnudeln, können auch breite Reisbandnudeln oder ersatzweise Mie-Nudeln verwendet werden, wobei sich der Charakter des Gerichts dann leicht verändert. Statt Garnelen eignen sich auch Hühnchen, Tofu oder eine Kombination verschiedener Proteine.
Ideen für passende Getränke
Zu Pad Thai passt ein kühles thailändisches Lagerbier wie Singha oder Chang besonders gut, das die würzige Sauce angenehm begleitet. Alkoholfrei empfiehlt sich ein eisgekühlter Thai-Eistee mit Kondensmilch oder ein frisch gepresster Limetten-Ingwer-Drink, der die säuerlichen Aromen des Gerichts unterstreicht. Auch ein leichter, fruchtiger Weißwein wie Riesling harmoniert gut mit der süß-salzig-scharfen Geschmackskombination des Pad Thai.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Richten Sie die Nudeln locker aufgetürmt auf einem flachen Teller an und bestreuen Sie sie großzügig mit gehackten Erdnüssen und frischen Sojasprossen für zusätzliche Textur und Farbe. Eine Limettenspalte und ein paar Korianderblätter am Rand des Tellers sorgen für einen appetitlichen, frischen Akzent. Wer möchte, garniert zusätzlich mit getrockneten Chiliflocken oder einem Spritzer Sauce direkt vor dem Servieren, damit die glänzende Oberfläche der Nudeln schön zur Geltung kommt.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Pad Thai entstand in seiner heutigen Form in den 1930er- und 1940er-Jahren, als die thailändische Regierung unter Premierminister Plaek Phibunsongkhram im Zuge einer nationalistischen Kampagne den Reiskonsum senken und stattdessen Nudelgerichte fördern wollte. Das Gericht sollte als kulinarisches Symbol einer modernen, geeinten thailändischen Nation dienen und wurde aktiv über Kochwettbewerbe und öffentliche Kampagnen verbreitet. Seither hat sich Pad Thai von einem politisch geförderten Nationalgericht zu einem der international bekanntesten Exportgüter der thailändischen Küche entwickelt und ist heute an unzähligen Straßenständen im ganzen Land zu finden.
Weitere Rezeptvorschläge
Noch mehr Ideen: 311 weitere Rezepte aus Thailand entdecken.
Zusammenfassung: Pad Thai mit Garnelen
Pad Thai mit Garnelen vereint zarte Reisnudeln, saftige Garnelen und eine unverwechselbare süß-säuerlich-salzige Sauce zu einem der bekanntesten Gerichte der thailändischen Küche. Schnell zubereitet, aromatisch und mit dem typischen Crunch von Erdnüssen und Sojasprossen ist es ein Paradebeispiel für die Balance aus Süße, Säure, Salz und Schärfe, die die thailändische Küche so besonders macht. Ein Gericht, das sich sowohl für den entspannten Alltag als auch für Gäste hervorragend eignet.
Rezepte-Planer
Füge das Rezept dem Tages-Planer hinzu. Zum Planer hier klicken.




