Vorstellung Lon Tao Jiew
Lon Tao Jiew setzt sich aus zwei Wörtern zusammen, Lon für die in Kokosmilch geköchelte Sauce und Tao Jiew für die fermentierte Sojabohnenpaste, die dem Gericht seine salzige Tiefe gibt. Schalotten und Knoblauch werden angeschwitzt, das Hackfleisch krümelig angebraten, dann kommt die Tao-Jiew-Paste dazu und röstet kurz mit, bevor Kokosmilch, Tomaten und Tamarindenpaste die Sauce auffüllen. Nach 10 bis 15 Minuten Köcheln bei niedriger Hitze dickt die Mischung zu einer dip-artigen Konsistenz ein. Anders als viele bekanntere Currys aus Zentralthailand zeigt dieser Dip die herzhaftere, erdigere Seite der nordthailändischen Küche. Gegessen wird er klassisch mit rohem oder kurz blanchiertem Gemüse wie Gurke, grünen Bohnen oder Aubergine.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 3 EL Tao Jiew (fermentierte Sojabohnenpaste) – ersatzweise helle Miso-Paste
- 200 ml Kokosmilch
- 100 g Schweinehack (oder Hähnchenhack)
- 2 Tomaten, gewürfelt
- 2 Schalotten, fein gehackt
- 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 1-2 rote Chilis, in Ringe geschnitten
- 1 EL Tamarindenpaste
- 1 EL Palmzucker (oder brauner Zucker)
- Frisches Gemüse zum Servieren (Gurke, grüne Bohnen, Kohl, Aubergine)
Einkaufen der Zutaten
Tao Jiew (auch „Thai fermented soybean paste“ genannt) finden Sie in gut sortierten asiatischen Lebensmittelgeschäften; ersatzweise eignet sich helle japanische Miso-Paste. Kokosmilch, Tamarindenpaste und Palmzucker gehören ebenfalls zur Grundausstattung der thailändischen Küche und sind dort erhältlich. Für das frische Gemüse zum Dippen greifen Sie am besten auf saisonale, knackige Sorten wie Gurke, grüne Bohnen oder Kohl zurück.
Vorbereitung des Gerichts
Hacken Sie Schalotten und Knoblauch fein und würfeln Sie die Tomaten. Schneiden Sie die Chilis je nach gewünschter Schärfe mit oder ohne Kerne in dünne Ringe. Waschen und schneiden Sie das frische Gemüse für die Beilage in mundgerechte Stücke, größere Gemüsesorten wie Bohnen oder Aubergine können Sie kurz blanchieren.
Anleitung für die Zubereitung
- Schalotten und Knoblauch in etwas Kokosmilch oder Öl bei mittlerer Hitze anschwitzen, bis sie duften.
- Das Hackfleisch hinzufügen und krümelig anbraten.
- Die Tao-Jiew-Paste einrühren und kurz mitrösten, damit sich das Aroma entfaltet.
- Die restliche Kokosmilch, Tomaten, Tamarindenpaste und Palmzucker hinzugeben und gut verrühren.
- Bei niedriger Hitze 10-15 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce eindickt und dip-artige Konsistenz erreicht.
- Mit Chiliringen bestreuen und mit frischem Gemüse und Klebreis servieren.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Lon Tao Jiew ist von Natur aus laktosefrei, da Kokosmilch anstelle von Kuhmilch verwendet wird. Für eine glutenfreie Variante achten Sie darauf, eine glutenfreie Tao-Jiew- oder Miso-Paste zu wählen, da manche Sorten mit Weizen fermentiert werden. Ansonsten sind alle übrigen Zutaten von Natur aus glutenfrei.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Für eine vegane oder vegetarische Variante ersetzen Sie das Hackfleisch durch fein gehackte Pilze oder Tofu-Krümel, die die Sauce ebenfalls schön binden. Achten Sie darauf, eine rein pflanzliche Tao-Jiew-Paste zu verwenden. So bleibt der charakteristische, würzig-cremige Geschmack auch ohne Fleisch erhalten.
Weitere Tipps und Tricks
Rösten Sie die Tao-Jiew-Paste kurz mit an, bevor Sie die Flüssigkeit zugeben – das intensiviert das Aroma spürbar. Lassen Sie die Sauce ruhig etwas länger einköcheln, wenn Sie eine dickere Dip-Konsistenz bevorzugen. Ein Spritzer Limettensaft zum Schluss bringt zusätzliche Frische.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Die Schärfe lässt sich einfach über die Menge der Chilis steuern. Wer es süßer mag, erhöht den Anteil an Palmzucker, während mehr Tamarindenpaste für zusätzliche Säure sorgt. Auch die Konsistenz können Sie durch mehr oder weniger Kokosmilch nach Belieben anpassen.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Ist Tamarindenpaste nicht erhältlich, kann sie durch etwas Limettensaft mit einer Prise Zucker ersetzt werden. Anstelle von Schweinehack eignet sich auch Hähnchenhack oder fein gehackte Garnelen. Palmzucker lässt sich problemlos durch braunen Rohrzucker ersetzen.
Ideen für passende Getränke
Zu Lon Tao Jiew passt ein kühles thailändisches Bier hervorragend, das die Schärfe angenehm ausgleicht. Alternativ eignet sich ein fruchtiger Eistee oder frisch gepresster Limettensaft mit Soda. Wer es traditionell mag, reicht dazu ein Glas kaltes Wasser mit Zitronengras.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Servieren Sie den Dip in einer kleinen Schale in der Mitte des Tisches, umringt von bunt angerichtetem, rohem und blanchiertem Gemüse. Ein paar frische Korianderblätter obenauf setzen einen appetitlichen Farbtupfer. Klebreis wird traditionell in kleinen Körbchen dazu gereicht.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Lon Tao Jiew stammt aus der nordthailändischen Küche rund um Chiang Mai und spiegelt den regionalen Einfluss der fermentierten Sojabohnenpaste wider, die dort seit Generationen als Würzmittel verwendet wird. Als klassisches „Nam Prik“-ähnliches Dip-Gericht wird es traditionell gemeinsam mit frischem Gemüse aus dem eigenen Garten gegessen. Lon-Gerichte gehören zu den ältesten Zubereitungsformen der Region und zeigen, wie thailändische Küche Fermentation und Frische miteinander verbindet.
Weitere Rezeptvorschläge
- Nam Prik Ong – würziger Dip aus Tomaten, Hackfleisch und Chili.
- Khao Soi – cremige Currynudelsuppe aus Nordthailand.
- Sai Ua – gegrillte, würzige Kräuterwurst aus Chiang Mai.
- Som Tam – scharfer grüner Papaya-Salat.
- Yam Gai Yang
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Zusammenfassung: Lon Tao Jiew
Lon Tao Jiew ist ein warmer Dip aus fermentierter Sojabohnenpaste, Kokosmilch und Hackfleisch, typisch für die Küche um Chiang Mai. Er passt zu frischem Gemüse zum Eintunken und Klebreis als Beilage. Ohne Tao Jiew lässt sich die Paste durch helle Miso ersetzen.
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