
Vorstellung Besan Ladoo
Besan Ladoo ist eine klassische indische Süßspeise aus geröstetem Kichererbsenmehl (Besan), Ghee und Puderzucker, die zu kleinen, kugelförmigen Bonbons geformt wird. Der Name setzt sich aus „Besan“, dem feinen Kichererbsenmehl, und „Ladoo“, dem allgemeinen Begriff für runde indische Süßigkeiten, zusammen. Charakteristisch ist das intensiv nussige, buttrige Aroma, das durch das langsame, geduldige Rösten des Mehls in Ghee entsteht, bis es eine tiefgoldene Farbe und einen betörenden Duft annimmt. Besan Ladoo zählt zu den festen Bestandteilen von Diwali, Hochzeiten und anderen Feierlichkeiten in ganz Indien, wird aber auch das ganze Jahr über gerne als Nascherei zubereitet.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 150 g Kichererbsenmehl (Besan)
- 80 g Ghee (indisches Butterschmalz)
- 60 g Puderzucker
- 1/2 TL Kardamompulver
- 1 EL gehackte Cashewkerne
- 1 EL gehackte Mandeln
- 1 TL Rosinen (optional)
- 1 Prise Salz
Einkaufen der Zutaten
Kichererbsenmehl, auch als Besan oder Gramflour bekannt, bekommen Sie in jedem indischen oder asiatischen Lebensmittelgeschäft sowie mittlerweile auch in vielen Bio-Läden und Reformhäusern. Achten Sie beim Kauf auf ein feines, helles Mehl ohne bittere Geruchsnote, das ein Hinweis auf frische Qualität ist. Echtes Ghee finden Sie ebenfalls in indischen Läden, lässt sich aber notfalls auch selbst aus Butter herstellen, indem man diese langsam einkocht, bis sich die Milchfeststoffe absetzen. Kardamompulver, Cashewkerne und Mandeln runden das Gewürzregal ab und sind in jedem gut sortierten Supermarkt erhältlich.
Vorbereitung des Gerichts
Sieben Sie das Kichererbsenmehl vor der Verwendung durch ein feines Sieb, damit keine Klümpchen im fertigen Ladoo zurückbleiben und die Konsistenz später besonders zart wird. Hacken Sie Cashewkerne und Mandeln grob, damit sie beim Braten mitgerösten werden können, und stellen Sie Puderzucker sowie Kardamompulver griffbereit, denn diese kommen erst nach dem Abkühlen der Masse hinzu. Wichtig ist ein schwerer Topf oder eine dickwandige Pfanne, damit das Mehl beim langsamen Rösten nicht anbrennt.
Anleitung für die Zubereitung
- Ghee in einem schweren Topf bei niedriger bis mittlerer Hitze schmelzen.
- Das gesiebte Kichererbsenmehl einrühren und unter ständigem Rühren bei niedriger Hitze 15-20 Minuten rösten, bis es eine gleichmäßige goldbraune Farbe annimmt und intensiv nussig duftet.
- Die gehackten Cashewkerne und Mandeln in den letzten Minuten des Röstens mit anbraten, bis sie leicht Farbe annehmen.
- Die Masse vom Herd nehmen und in eine flache Schüssel umfüllen, damit sie zügig abkühlt.
- Sobald die Masse handwarm ist, Puderzucker, Kardamompulver, eine Prise Salz und die Rosinen unterrühren, bis alles gleichmäßig vermengt ist.
- Aus der noch warmen, formbaren Masse kleine, gleichmäßige Kugeln von etwa 3 cm Durchmesser formen und fest zusammendrücken.
- Die Ladoos auf einem Teller vollständig auskühlen lassen, bis sie fest geworden sind.
- In einer luftdichten Dose bei Zimmertemperatur aufbewahren und servieren.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Besan Ladoo ist von Natur aus glutenfrei, da Kichererbsenmehl kein Gluten enthält und keine Weizenprodukte in das Rezept einfließen, damit eignen sich die Ladoos hervorragend als Süßigkeit für Menschen mit Zöliakie oder Glutensensitivität. Laktose ist hingegen enthalten, da Ghee aus Milch hergestellt wird; für eine laktosefreie Variante lässt sich Ghee jedoch problemlos durch hochwertiges, geschmacksneutrales Kokosöl oder laktosefreies Butterschmalz ersetzen, wobei das typische Ghee-Aroma dann etwas milder ausfällt.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Für Vegetarier ist Besan Ladoo in der klassischen Zubereitung mit Ghee ohnehin uneingeschränkt geeignet, da keinerlei Fleisch oder Fisch verwendet wird. Wer vegan kochen möchte, ersetzt das Ghee einfach durch raffiniertes Kokosöl oder pflanzliches Butterschmalz, wodurch sich Textur und Bindung kaum verändern, lediglich das buttrige Aroma wird etwas dezenter. Der übrige Zutaten wie Kichererbsenmehl, Zucker, Nüsse und Gewürze sind ohnehin rein pflanzlich, sodass die Umstellung auf eine vegane Version denkbar einfach ist.
Weitere Tipps und Tricks
Das Rösten des Mehls ist der entscheidende Schritt für gelingende Besan Ladoo: Rühren Sie durchgehend und geduldig bei niedriger Hitze, denn zu schnelles oder zu heißes Rösten führt zu ungleichmäßiger Bräunung und einem bitteren Nachgeschmack. Die Masse muss vor dem Formen ausreichend, aber nicht zu weit abkühlen, andernfalls zerfällt sie beim Formen oder ist zu heiß zum Anfassen; die richtige Konsistenz ist handwarm und noch leicht formbar. Fertige Ladoos halten sich in einer luftdichten Dose bei Zimmertemperatur problemlos ein bis zwei Wochen, was sie ideal für die Vorbereitung auf Feste macht.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Die Süße lässt sich einfach über die Puderzuckermenge regulieren, wer es weniger süß mag, reduziert die Menge um ein Viertel, ohne dass die Bindung darunter leidet. Auch die Nussmischung ist flexibel: Statt Cashewkernen und Mandeln passen ebenso gehackte Pistazien oder Walnüsse, die dem Ladoo eine eigene Note verleihen. Wer ein intensiveres Aroma bevorzugt, erhöht die Menge an Kardamompulver leicht oder ergänzt eine kleine Prise gemahlenen Muskat für zusätzliche Wärme.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Sollte Kichererbsenmehl nicht erhältlich sein, lässt es sich behelfsmäßig durch fein gemahlene, geröstete Kichererbsen ersetzen, wobei die Konsistenz etwas gröber ausfällt. Statt Puderzucker funktioniert auch fein gemahlener Kokosblütenzucker, der dem Ladoo eine leicht karamellige Note verleiht. Fehlen Cashewkerne oder Mandeln, können Sie ersatzweise geröstete Sonnenblumenkerne oder gehackte Pekannüsse verwenden, ohne dass das Grundrezept darunter leidet.
Ideen für passende Getränke
Zu Besan Ladoo passt hervorragend eine Tasse würzig-süßer Masala Chai, dessen warme Gewürznoten sich wunderbar mit dem nussigen Kardamomaroma der Süßigkeit verbinden. Auch ein Glas kalter, gesüßter Lassi mit Mango oder Rosenwasser ergänzt die Ladoos angenehm erfrischend. Wer es klassisch hält, serviert dazu einfach eine Tasse starken, schwarzen Kaffee, dessen Bitterkeit einen schönen Kontrast zur Süße der Ladoos bildet.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Richten Sie die Besan Ladoo klassisch auf einem silbernen oder goldfarbenen Teller an, wie es bei indischen Festen üblich ist, und garnieren Sie jede Kugel mit einer halbierten Pistazie oder einem Streifen essbarem Silberblatt (Vark) für einen festlichen Glanz. Für Gastgeschenke eignen sich kleine Papierförmchen oder dekorative Schachteln, in denen die Ladoos einzeln präsentiert werden. Ein Hauch Puderzucker oder essbare Rosenblätter obenauf runden die Optik zusätzlich ab und unterstreichen den festlichen Charakter der Süßigkeit.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Ladoos gehören zu den ältesten bekannten Süßigkeiten Indiens, ihre Ursprünge lassen sich bis in altindische Ayurveda-Texte zurückverfolgen, in denen ähnliche Kugeln aus Mehl, Fett und Zucker als Medizinträger für Kräuter und Gewürze dienten. Besan Ladoo im heutigen Sinn entwickelte sich vermutlich während der Mogulzeit weiter, als Ghee und raffinierter Zucker in der höfischen Küche breiter verfügbar wurden. Bis heute gelten Ladoos als Glücksbringer und werden traditionell zu Geburten, Hochzeiten, religiösen Festen wie Diwali sowie als Opfergabe in Tempeln verteilt. Ihre lange Haltbarkeit machte sie zudem historisch zu einem beliebten Reiseproviant und Geschenk für entfernte Verwandte.
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Zusammenfassung: Besan Ladoo
Besan Ladoo vereint mit wenigen Grundzutaten wie Kichererbsenmehl, Ghee und Zucker ein tief nussiges, buttriges Aroma, das man Indiens Festtagsküche so schnell nicht vergisst. Die Zubereitung erfordert vor allem Geduld beim Rösten des Mehls, belohnt diese aber mit einer Süßigkeit, die sich hervorragend vorbereiten und länger aufbewahren lässt. Ob zu Diwali, als Mitbringsel oder einfach als süßer Nachmittagssnack – Besan Ladoo ist ein zeitloser Klassiker, der mit jedem Bissen die Wärme der indischen Festtagsküche transportiert.
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