Vorstellung Mettwurst (DDR Rezept)
Mettwurst (DDR Rezept) steht für eine kräftig gewürzte, streichfähige oder schnittfeste Wurstspezialität, die in vielen Haushalten als Brotzeit-Klassiker geschätzt wurde. Typisch sind ein rauchiges Aroma, eine angenehme Pfeffernote und die unkomplizierte Verwendung im Alltag – vom belegten Brot bis zur herzhaften Platte. In der DDR war sie beliebt, weil sie sättigend ist, sich gut lagern lässt und geschmacklich viel hergibt, ohne aufwendig zu sein. Dieser Artikel zeigt dir eine praxistaugliche, küchentaugliche Annäherung an den Stil: würzig, deftig und vielseitig kombinierbar.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 150–200 g Mettwurst (rauchig, nach Wunsch streichfähig oder schnittfest)
- 2–3 Scheiben Roggenbrot oder Mischbrot
- 1 TL Senf (mittelscharf)
- 1 kleine Zwiebel (oder 2 Frühlingszwiebeln)
- 3–4 Gewürzgurken oder ein paar Scheiben Salzgurke
- 1 TL Schmalz oder Butter (optional, für besonders „DDR-typische“ Deftigkeit)
- Schwarzer Pfeffer (frisch gemahlen) nach Geschmack
- Optional: eine Prise Paprikapulver oder Major für zusätzliche Würze
Einkaufen der Zutaten
Achte beim Kauf der Mettwurst auf eine klare Deklaration: „geräuchert“ bringt das typische, herzhafte Profil, während „streichfähig“ eher an rustikale Brotaufstriche erinnert. Wenn du es authentisch-deftig magst, wähle eine Variante mit deutlich sichtbaren Fettanteilen, denn die sorgen für Saftigkeit und runden den Geschmack ab. Beim Brot passt Roggen besonders gut, weil es den Würzcharakter trägt und nicht vom Aroma überdeckt wird. Für die Beilagen sind Gewürzgurken und Zwiebeln ideal, weil ihre Säure und Schärfe die Wurst geschmacklich ausbalancieren.
Vorbereitung des Gerichts
Lege zuerst fest, ob du die Mettwurst lieber in Scheiben oder als Aufstrich verwenden möchtest, denn davon hängt die Vorbereitung ab. Schnittfeste Wurst wird am besten mit einem scharfen Messer in dünne Scheiben geschnitten, damit sie sich gut auf dem Brot verteilt. Streichfähige Mettwurst kannst du direkt auftragen oder kurz mit dem Senf vermengen, um eine würzige Creme zu erhalten. Schäle die Zwiebel und schneide sie in feine Ringe oder Würfel, damit sie nicht dominiert, sondern angenehm unterstützt.
Anleitung für die Zubereitung
- Brot nach Wunsch leicht anrösten oder frisch verwenden, damit die Basis entweder knusprig oder saftig bleibt.
- Optional Schmalz oder Butter dünn auf das Brot streichen, besonders wenn du es extra herzhaft magst.
- Mettwurst als Scheiben auflegen oder streichfähig gleichmäßig verteilen.
- Senf punktuell daraufgeben oder dünn verstreichen, damit die Schärfe nicht alles überlagert.
- Zwiebeln darüberstreuen und mit Gurkenscheiben belegen, um Säure und Biss hinzuzufügen.
- Mit frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken und optional Paprika oder Majoran sparsam ergänzen.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Für eine Variante ohne Gluten ersetzt du Roggenbrot einfach durch ein glutenfreies Brot oder glutenfreie Brötchen, idealerweise in einer kräftigen Körner-Version. Wichtig ist, auf die Wurstdeklaration zu achten: Manche Produkte können Spuren von Gluten enthalten, etwa durch Gewürzmischungen oder Produktionslinien. Laktose ist bei Mettwurst oft kein Thema, dennoch lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste, weil einzelne Hersteller Milchbestandteile oder Laktose als Trägerstoff nutzen. Wenn du Butter verwendest, greife zu laktosefreier Butter oder ersetze sie durch Schmalz oder eine pflanzliche Alternative.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Für eine vegetarische oder vegane Abwandlung kannst du eine pflanzliche Streichwurst wählen, die rauchig gewürzt ist, denn so kommt das typische Aroma am nächsten. Besonders gut funktionieren Varianten auf Basis von Hülsenfrüchten oder Weizenprotein, wobei du bei Glutenfreiheit entsprechend auf glutenfreie Alternativen achten solltest. Geschmacklich hilft es, mit Rauchpaprika, etwas Senf und reichlich Pfeffer nachzuwürzen, damit die herzhafte Note erhalten bleibt. Als Topping bleiben Zwiebeln und Gewürzgurken perfekt, weil sie auch in der pflanzlichen Version für den charakteristischen Kontrast aus Würze und Säure sorgen.
Weitere Tipps und Tricks
Wenn die Mettwurst sehr kräftig ist, hilft es, sie mit etwas Senf oder fein gehackter Gurke zu kombinieren, damit das Gesamtbild harmonischer wird. Für mehr Aroma kannst du die Zwiebeln kurz in kaltem Wasser wässern, dann werden sie milder und sind trotzdem knackig. Achte darauf, das Brot nicht zu dick zu belegen, denn eine gute Mettwurst lebt von Balance statt Überladung. Wer es besonders rustikal mag, kann zusätzlich eine Prise Majoran verwenden, weil das Gewürz in vielen deftigen Traditionen eine vertraute Note bringt.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Du kannst die Intensität leicht steuern, indem du zwischen streichfähiger und schnittfester Mettwurst wechselst: Streichfähig wirkt oft runder, schnittfest eher kernig. Beim Senf reicht die Spanne von mild bis scharf, wobei mittelscharfer Senf meist den besten Mittelweg bietet. Auch die Beilagen lassen sich variieren: Mehr Gurke macht es frischer, mehr Zwiebel macht es pikant und sehr herzhaft. Wenn du die Brotzeit leichter halten willst, lass Schmalz/Butter weg und setze stattdessen stärker auf Gurken und Pfeffer.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Falls du kein Roggenbrot bekommst, funktioniert auch Graubrot, Bauernbrot oder ein kerniges Vollkornbrot, solange es stabil genug für den Belag ist. Senf lässt sich durch Meerrettich ersetzen, wenn du eine scharfe, klare Note bevorzugst, die gut mit Rauch harmoniert. Zwiebeln können durch Frühlingszwiebeln oder Schalotten ersetzt werden, wenn du es feiner und weniger intensiv möchtest. Statt Gewürzgurken passen auch eingelegte rote Zwiebeln oder milde Essiggurken, solange eine säuerliche Komponente dabei ist.
Ideen für passende Getränke
Zu einer deftigen Mettwurst-Brotzeit passen Getränke, die entweder herb ausgleichen oder frisch kontrastieren. Ein klassisches, nicht zu aromatisches Bier harmoniert gut mit Rauch und Pfeffer, weil es den Gaumen zwischen den Bissen neutralisiert. Wer es alkoholfrei mag, ist mit Mineralwasser oder einer milden Apfelschorle gut beraten, da die leichte Säure die Würze auffängt. Auch ungesüßter Tee kann funktionieren, besonders wenn du etwas Zitrone hinzugibst, um die Gurke und den Senf geschmacklich zu ergänzen.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Serviere die Mettwurst-Brote auf einem Holzbrett, denn das wirkt direkt rustikal und unterstreicht den traditionellen Charakter. Gurkenscheiben und Zwiebelringe kannst du bewusst in kleinen Häufchen anrichten, damit jeder Bissen individuell kombiniert werden kann. Ein zusätzlicher Dreh ist grob gemahlener Pfeffer oder eine Prise Paprika obenauf, weil das optisch Akzente setzt und gleichzeitig Aroma verspricht. Wenn du Gäste hast, schneide die Brote in kleinere Stücke, so wird aus der Brotzeit schnell eine herzhafte Platte.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Deftige Wurstwaren hatten in Deutschland traditionell einen hohen Stellenwert, weil sie haltbar sind und viel Geschmack liefern. In der DDR spielte eine bodenständige Küche mit klaren, kräftigen Aromen eine große Rolle, wobei Brotzeit-Kombinationen aus Wurst, Senf, Zwiebel und Gurke im Alltag sehr verbreitet waren. Mettwurst-Varianten wurden regional unterschiedlich hergestellt, oft geräuchert und mit Gewürzen wie Pfeffer oder Majoran abgerundet. Diese Art zu essen war nicht nur praktisch, sondern auch sozial: Eine einfache Brotzeit ließ sich schnell teilen und passte gut zu Treffen am Abend oder am Wochenende.
Weitere Rezeptvorschläge
- Strammer Max mit Spiegelei, Senf und Gurke für eine noch sättigendere Brotzeit.
- Wurstsalat mit Zwiebeln, Essiggurke und einem milden Dressing als schnelle Schüssel-Variante.
- Bratkartoffeln mit Zwiebeln und Gewürzgurken als deftige Beilage oder Hauptgericht.
- Soljanka als würzige Suppe mit saurer Note, ideal für kalte Tage.
Zusammenfassung: Mettwurst (DDR Rezept)
Mettwurst (DDR Rezept) überzeugt als unkomplizierte, herzhafte Brotzeit mit starkem Charakter und wenigen, aber wirkungsvollen Zutaten. Entscheidend sind eine gute, rauchige Mettwurst, kräftiges Brot und die klassischen Begleiter Senf, Zwiebel und Gewürzgurke, die zusammen für Balance sorgen. Mit kleinen Anpassungen gelingt das Gericht auch glutenfrei oder laktosearm, und sogar eine pflanzliche Interpretation ist möglich, wenn du rauchige Würzung einsetzt. So entsteht eine deftige Mahlzeit, die schnell gemacht ist, satt macht und geschmacklich genau dort trifft, wo man es bei traditioneller Hausmannskost erwartet.
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