Vorstellung Schwarz Weiß Gebäck (DDR Rezept)
Schwarz Weiß Gebäck (DDR Rezept) ist ein klassisches, zweifarbiges Kleingebäck, das durch seinen Kontrast aus hellem Vanilleteig und dunklem Kakaoteig sofort ins Auge fällt. Typisch ist die einfache Zubereitung mit Zutaten, die man in vielen Haushalten ohnehin vorrätig hat, was es besonders alltagstauglich macht. Geschmacklich treffen buttrige Mürbeteignoten auf eine angenehme Kakaonote, sodass die Plätzchen sowohl pur als auch zu Kaffee oder Tee überzeugen. Gerade wegen der klaren Optik und der unkomplizierten Technik ist dieses Gebäck auch für Einsteiger geeignet, die trotzdem ein Ergebnis mit „Wow-Effekt“ möchten.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
Für eine kleine Menge, die sich gut zum Probieren oder für den spontanen Kaffeetisch eignet, reichen wenige Grundzutaten. Achte auf zimmerwarme Butter, damit sich der Teig gleichmäßig verbindet und später schön mürbe wird. Der Kakao sollte möglichst ungesüßt sein, damit die Schoko-Note klar bleibt und nicht zu süß wirkt. Wenn du magst, kannst du mit Vanille oder einer Prise Salz das Aroma zusätzlich abrunden.
- 100 g Weizenmehl (Type 405 oder 550)
- 60 g Butter (zimmerwarm)
- 40 g Zucker
- 1 Eigelb (optional, für mehr Bindung und Farbe)
- 1 TL Vanillezucker oder Vanilleextrakt
- 1 Prise Salz
- 1–2 TL Kakaopulver (ungesüßt)
- 1–2 TL Milch oder Wasser (nur falls der Teig zu trocken ist)
Einkaufen der Zutaten
Beim Einkaufen lohnt es sich, auf gute Butterqualität zu achten, denn sie prägt Geschmack und Textur des Mürbeteigs entscheidend. Für den dunklen Anteil ist Backkakao ideal, da er kräftig färbt und aromatisch bleibt, ohne zusätzliche Süße mitzubringen. Nimm nach Möglichkeit feinen Haushaltszucker, weil er sich schneller in der Butter verteilt und der Teig dadurch homogener wird. Falls du Vanille verwendest, sorgt echter Vanillezucker oder Vanilleextrakt für ein runderes Aroma als stark aromatisierte Alternativen.
Vorbereitung des Gerichts
Vor dem Start solltest du die Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, denn zimmerwarme Butter lässt sich besser cremig rühren und verbindet die Zutaten gleichmäßig. Lege ein Backblech mit Backpapier aus, damit die Plätzchen später nicht anhaften und du sie leichter abheben kannst. Stelle außerdem eine kleine Schüssel bereit, um einen Teil des Teigs mit Kakao zu färben, denn so bleibt die Trennung der Farben sauber. Wenn du besonders klare Muster möchtest, ist kurzes Kühlen der geformten Teigrolle vor dem Schneiden ein wichtiger Schritt.
Anleitung für die Zubereitung
Die Zubereitung funktioniert am besten, wenn du den Teig nicht zu lange knetest, damit er mürbe bleibt und nicht zäh wird. Achte darauf, dass beide Teighälften eine ähnliche Konsistenz haben, damit sich hell und dunkel später gleichmäßig formen lassen. Sollte der Kakaoteig bröseliger wirken, hilft oft ein Teelöffel Milch oder Wasser, um ihn anzugleichen. Beim Backen ist es wichtig, die Plätzchen rechtzeitig herauszunehmen, damit sie hell bleiben und nicht austrocknen.
- Butter, Zucker, Vanille und Salz in einer Schüssel cremig rühren.
- Optional das Eigelb einarbeiten, bis die Masse glatt ist.
- Mehl dazugeben und alles nur so lange mischen, bis ein geschmeidiger Teig entsteht.
- Teig halbieren: Eine Hälfte bleibt hell, in die zweite Hälfte Kakaopulver einkneten.
- Beide Teige jeweils zu gleich langen Rollen formen oder flach drücken und zu einem Muster kombinieren (z. B. nebeneinanderlegen und zusammendrücken).
- Die kombinierte Teigrolle 20–30 Minuten kühlen, damit sie sich sauber schneiden lässt.
- Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Rolle in 5–7 mm dicke Scheiben schneiden und mit etwas Abstand aufs Blech legen.
- Etwa 8–12 Minuten backen, bis die Ränder gerade fest werden, die Plätzchen aber noch hell wirken.
- Auf dem Blech kurz abkühlen lassen, dann auf ein Gitter legen und vollständig auskühlen lassen.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Für eine glutenfreie Variante kannst du das Weizenmehl durch eine glutenfreie Mehlmischung für Mürbeteig ersetzen, idealerweise mit einem Anteil Stärke für die typische Zartheit. Da glutenfreie Teige schneller bröseln, hilft es, den Teig gut zu kühlen und beim Formen sanft zu arbeiten. Laktosefrei wird das Gebäck sehr unkompliziert, wenn du laktosefreie Butter oder eine geeignete pflanzliche Alternative verwendest, die zum Backen gedacht ist. Achte bei der pflanzlichen Variante darauf, dass der Fettgehalt ausreichend ist, damit die Plätzchen nicht trocken werden und der Mürbeteigcharakter erhalten bleibt.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Vegetarisch ist das Rezept ohnehin leicht machbar, und wenn du das Eigelb verwendest, bleibt es klassisch in der Textur. Für eine vegane Version ersetzt du Butter durch eine pflanzliche Margarine oder ein veganes Butterprodukt, das ausdrücklich backstabil ist. Das Eigelb kannst du weglassen oder durch 1–2 Teelöffel pflanzlichen Joghurt oder einen kleinen Schuss Pflanzendrink ausgleichen, damit die Bindung passt. Wichtig ist, den Teig nach dem Mischen gut zu kühlen, weil vegane Fette teils schneller weich werden und das Muster sonst verläuft.
Weitere Tipps und Tricks
Wenn du besonders scharfe Kanten im Muster möchtest, forme die Teige erst zu rechteckigen Strängen und drücke sie dann mit einem Lineal oder Teigschaber sauber an. Für ein klassisches Schachbrettmuster kannst du beide Farben in Streifen schneiden und abwechselnd stapeln, bevor du alles leicht zusammendrückst. Achte darauf, beim Backen eher auf Farbe und Randfestigkeit als auf Zeit zu schauen, denn jeder Ofen backt etwas anders. Nach dem Auskühlen werden die Plätzchen stabiler und aromatischer, daher schmecken sie am nächsten Tag oft sogar noch besser.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Wenn du es weniger süß magst, reduziere den Zucker leicht und hebe dafür das Aroma mit Vanille und einer Prise Salz hervor. Für eine intensivere Schokonote kannst du den dunklen Teig mit etwas mehr Kakao anreichern oder einen Teil des Mehls durch Kakao ersetzen, solange die Konsistenz nicht zu trocken wird. Auch Gewürze wie Zimt oder ein Hauch Kardamom passen gut, wenn du dem Gebäck eine winterliche Richtung geben möchtest. Wer es nussiger mag, kann fein gemahlene Mandeln in kleiner Menge einarbeiten und dafür etwas Mehl reduzieren, damit der Teig formstabil bleibt.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Statt normalem Zucker kannst du auch Puderzucker verwenden, wodurch der Teig besonders fein wird und sich leichter verarbeiten lässt. Wenn keine Butter im Haus ist, funktioniert eine backfeste Margarine, wobei der Geschmack etwas anders ausfällt und sich die Mürbigkeit leicht verändert. Vanillezucker lässt sich durch Vanilleextrakt oder das Mark einer Vanilleschote ersetzen, was vor allem bei kleinen Mengen sehr aromatisch wirkt. Für den dunklen Teil kann in Ausnahmefällen auch Carob genutzt werden, allerdings wird der Geschmack milder und weniger schokoladig.
Ideen für passende Getränke
Traditionell passt zu Schwarz-Weiß-Gebäck besonders gut ein kräftiger Kaffee, weil die Röstaromen den Kakaoteig schön ergänzen. Wer es milder mag, greift zu Schwarztee oder einem klassischen Frühstückstee, der die Süße ausbalanciert. Auch Kakao oder ein warmer Pflanzendrink mit Zimt harmoniert gut, vor allem wenn du das Gebäck als Nachmittags-Snack servierst. Für besondere Anlässe kann ein Dessertwein oder ein alkoholfreier Malzdrink eine spannende, nostalgische Begleitung sein, ohne den feinen Mürbeteig zu überdecken.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Optisch wirken die Plätzchen am schönsten, wenn die Scheiben gleichmäßig dick sind und das Muster klar erkennbar bleibt, daher lohnt sich sauberes Schneiden mit einem scharfen Messer. Richte sie auf einem hellen Teller an, damit der Schwarz-Weiß-Kontrast stärker herauskommt, oder nutze eine Holzplatte für einen rustikalen Look. Wenn du Gäste hast, kannst du mehrere Musterformen kombinieren, etwa Spiralen und Streifen, um Abwechslung auf den Teller zu bringen. Eine kleine Schale mit Zucker oder Kakaopulver daneben macht das Arrangement kompletter, ohne dass du die Plätzchen selbst zusätzlich dekorieren musst.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Schwarz-Weiß-Gebäck ist in vielen Regionen bekannt, doch die DDR-Küche machte solche Rezepte besonders beliebt, weil sie mit wenigen, gut verfügbaren Zutaten auskamen. Zweifarbige Plätzchen wirkten festlich, obwohl sie handwerklich relativ einfach herzustellen sind, was sie für Familienfeiern und Kaffeetafeln attraktiv machte. Das Prinzip, einen Grundteig zu teilen und einen Teil mit Kakao zu färben, ist außerdem sehr effizient und schont Zutaten, ohne auf Optik zu verzichten. Gerade diese Mischung aus Pragmatismus und schöner Präsentation erklärt, warum das Gebäck bis heute gerne gebacken wird.
Weitere Rezeptvorschläge
Wenn dir das Arbeiten mit Mürbeteig gefällt, kannst du aus ähnlichen Zutaten viele weitere Klassiker backen, ohne ständig neue Grundzutaten kaufen zu müssen. Besonders praktisch ist, dass sich die meisten Varianten gut vorbereiten und bei Bedarf frisch aus dem Kühlschrank oder der Dose servieren lassen. Achte bei Abwandlungen vor allem auf die Balance zwischen Fett, Mehl und Zucker, damit die typische Mürbigkeit erhalten bleibt. So baust du dir mit wenigen Handgriffen eine kleine Auswahl an Gebäck für unterschiedliche Anlässe auf.
- Vanillekipferl mit gemahlenen Nüssen und Vanillezucker
- Kakaoplätzchen mit extra kräftigem Backkakao
- Marmeladenplätzchen (Doppeldecker) mit fruchtiger Füllung
- Zitronen-Mürbeteigplätzchen mit feiner Zitrusnote
- Schachbrettplätzchen als Muster-Variante mit klaren Kanten
Zusammenfassung: Schwarz Weiß Gebäck (DDR Rezept)
Schwarz Weiß Gebäck (DDR Rezept) verbindet einfachen Mürbeteig mit einem dekorativen zweifarbigen Muster und einem Geschmack, der zwischen Vanille und Kakao balanciert. Mit kurzer Kühlzeit, sauberem Schneiden und der richtigen Backdauer gelingen die Plätzchen zuverlässig und bleiben angenehm zart. Durch kleine Anpassungen lässt sich das Rezept leicht glutenfrei, laktosefrei oder sogar vegan umsetzen, ohne den Charakter zu verlieren. So entsteht ein unkomplizierter Klassiker, der sowohl im Alltag als auch auf der Kaffeetafel eine gute Figur macht.
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