Vorstellung Porree Eintopf (DDR Rezept)
Der Porree Eintopf nach DDR Rezept ist ein unkompliziertes, wärmendes Gericht, das mit wenigen Zutaten auskommt und dennoch kräftig schmeckt. Typisch ist die Kombination aus Lauch (Porree), Kartoffeln und einer herzhaften Einlage, die den Eintopf sättigend macht. Durch das langsame Köcheln verbinden sich die Aromen besonders gut, sodass am Ende ein rundes, bodenständiges Essen entsteht. Gerade an kühlen Tagen punktet der Eintopf mit Wohlfühlfaktor, einfacher Zubereitung und guter Planbarkeit, weil er sich auch prima aufwärmen lässt.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 1 Stange Porree (Lauch) (ca. 250–300 g)
- 2–3 Kartoffeln (ca. 300 g), mehlig oder vorwiegend festkochend
- 1 kleine Zwiebel
- 1 Möhre (optional, bringt leichte Süße)
- 750 ml Gemüse- oder Fleischbrühe
- 100–150 g Kochwurst, Bockwurst oder Speck (klassisch herzhaft)
- 1 EL Öl oder Schmalz
- 1 Lorbeerblatt (optional)
- Salz, schwarzer Pfeffer
- 1 Prise Majoran oder Kümmel (optional, gut für die Bekömmlichkeit)
- Ein Schuss Sahne oder etwas Milch (optional für mehr Cremigkeit)
Einkaufen der Zutaten
Beim Einkauf lohnt es sich, auf frischen Porree zu achten: Die Stange sollte fest sein, die Schnittflächen nicht ausgetrocknet und das Grün kräftig. Kartoffeln geben dem Gericht die Basis, daher sind mehligkochende Sorten ideal, wenn du den Eintopf leicht sämig möchtest, während vorwiegend festkochende Kartoffeln mehr Biss behalten. Für die Einlage kannst du zwischen Wurst, Speck oder einer vegetarischen Alternative wählen, wichtig ist dabei eine gute Würzung, damit der Eintopf nicht flach wirkt. Wenn du Brühe kaufst, ist eine natriumarme Variante praktisch, weil du Salz und Gewürze dann besser selbst dosieren kannst.
Vorbereitung des Gerichts
Porree sollte gründlich gewaschen werden, weil sich zwischen den Schichten häufig Erde sammelt; am besten schneidest du ihn längs ein und spülst ihn unter fließendem Wasser aus. Die Kartoffeln schälst du und schneidest sie in gleichmäßige Würfel, damit alles zeitgleich gar wird und der Eintopf eine gleichmäßige Textur bekommt. Zwiebel und optional Möhre werden fein geschnitten, denn sie bilden die aromatische Grundlage und bringen zusätzliche Tiefe in den Geschmack. Wenn du Wurst verwendest, schneide sie schon vorab in Scheiben oder Würfel, damit du sie später schnell zugeben und die Garzeit gut steuern kannst.
Anleitung für die Zubereitung
- In einem Topf Öl oder Schmalz erhitzen und die Zwiebel glasig anschwitzen, optional die Möhre kurz mitrösten.
- Porree zugeben und 2–3 Minuten anschwitzen, damit er Aroma entwickelt, aber nicht bräunt.
- Kartoffelwürfel einrühren, mit Brühe aufgießen und optional Lorbeer hinzufügen.
- Alles aufkochen, dann bei mittlerer Hitze 15–20 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind.
- Wurst/Speck in den letzten 5–8 Minuten zugeben, damit sie heiß wird, aber nicht trocken kocht.
- Mit Salz, Pfeffer sowie optional Majoran oder Kümmel abschmecken und nach Wunsch mit einem Schuss Sahne/Milch abrunden.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Für eine glutenfreie Variante ist der Eintopf meist unkompliziert, weil die Basis aus Gemüse und Kartoffeln ohnehin glutenfrei ist; kritisch sind eher Brühe und Wurst. Achte darauf, dass Brühe, Gewürzmischungen und Wurstwaren ausdrücklich als glutenfrei gekennzeichnet sind, da in manchen Produkten Stärke oder Würzträger enthalten sein können. Laktosefrei wird das Gericht, indem du Sahne oder Milch einfach weglässt oder durch laktosefreie Sahne bzw. eine pflanzliche Alternative ersetzt. Wenn du mehr Cremigkeit möchtest, kannst du stattdessen auch einen Teil der Kartoffeln im Topf leicht zerdrücken, das bindet natürlich und kommt ohne Milchprodukte aus.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Vegetarisch gelingt der Eintopf wunderbar, wenn du die Wurst weglässt und stattdessen mit Räuchertofu, geräuchertem Paprikapulver oder angebratenen Pilzen Tiefe in den Geschmack bringst. Vegan wird es, wenn zusätzlich auf tierfreie Brühe und eine pflanzliche Kochcreme gesetzt wird oder du ganz auf cremige Zusätze verzichtest. Für eine herzhaftere Note hilft ein kleiner Löffel Senf oder ein Schuss Sojasauce/Tamari (glutenfrei, wenn entsprechend ausgewiesen), der am Ende untergerührt wird. Damit der Eintopf auch ohne Fleischeinlage sättigt, sind weiße Bohnen, Linsen oder angebratene Würfel aus Räuchertofu als Einlage besonders praktisch.
Weitere Tipps und Tricks
Ein Porree Eintopf wird aromatischer, wenn du dem Gemüse beim Anschwitzen wirklich Zeit gibst, denn dabei entstehen die Grundnoten, die später die Brühe tragen. Wer es sämiger mag, kann am Ende einen Teil der Kartoffeln mit dem Kochlöffel zerdrücken oder kurz mit dem Stabmixer nur ein paar Sekunden anmixen, sodass noch Stücke bleiben. Für mehr Frische sorgt ein Topping aus gehackter Petersilie oder Schnittlauch, das erst beim Servieren darüberkommt. Wenn der Eintopf am nächsten Tag aufgewärmt wird, schmeckt er oft sogar besser, weil sich die Aromen weiter verbunden haben; eventuell musst du dann nur etwas Brühe nachgießen.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Du kannst die Intensität des Porree-Geschmacks leicht steuern, indem du mehr vom weißen Teil verwendest, denn er ist kräftiger, während das Grün milder und kräuteriger wirkt. Für eine rustikale Variante passt eine zusätzliche Handvoll Sellerie oder ein Stück Suppengrün, was die Brühe geschmacklich voller macht. Wer es pikant mag, gibt eine kleine Prise Chili oder geräuchertes Paprikapulver dazu, ohne den Grundcharakter des Eintopfs zu verändern. Auch die Konsistenz ist flexibel: mehr Brühe ergibt eine Suppenform, weniger Brühe und mehr zerdrückte Kartoffeln ergeben einen dickeren Eintopf.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Falls du keinen Porree bekommst, lässt sich ein ähnliches Ergebnis mit Frühlingszwiebeln plus einer kleinen Menge mildem Weißkohl erzielen, auch wenn das Aroma etwas anders ausfällt. Kartoffeln können teilweise durch Pastinaken ersetzt werden, was die Süße erhöht und den Eintopf feiner wirken lässt. Anstelle von Wurst funktionieren geräucherte Pflanzenwürstchen, gebratene Tempeh-Streifen oder einfach knusprig angebratene Zwiebelringe als Einlage, wenn du auf Fleisch verzichten möchtest. Wenn keine Brühe zur Hand ist, kannst du Wasser verwenden, solltest dann aber mit Salz, Lorbeer und etwas Wurzelgemüse nachhelfen, damit der Geschmack nicht zu dünn wird.
Ideen für passende Getränke
Zu einem herzhaften Porree Eintopf passen Getränke, die nicht zu süß sind und die Würze angenehm begleiten. Sehr klassisch ist ein helles Bier oder ein mildes Pils, weil die leichte Bitterkeit gut mit dem Lauch harmoniert. Alkoholfrei sind Mineralwasser mit viel Kohlensäure oder eine Apfelschorle eine gute Wahl, da sie den Gaumen zwischen den Löffeln erfrischen. Wer Tee bevorzugt, kann einen milden Kräutertee wählen; besonders Fenchel-Anis-Kümmel gilt als angenehm, wenn der Eintopf deftig gewürzt ist.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Serviere den Eintopf in vorgewärmten Schalen, damit er länger heiß bleibt und beim Essen die richtige Temperatur hält. Ein kleiner Klecks pflanzliche Creme oder Sauerrahm (je nach Ernährungsform) sieht nicht nur gut aus, sondern macht den Geschmack runder. Als optisches Highlight eignen sich frische Kräuter und ein Hauch schwarzer Pfeffer aus der Mühle, das wirkt sofort appetitlich und betont die rustikale Note. Wenn du Brot dazu reichst, passen Roggenbrot oder Graubrot besonders gut, weil sie kräftig sind und den Eintopf nicht geschmacklich überdecken.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Eintöpfe gehörten in vielen deutschen Regionen zum Alltag, weil sie sättigend, gut vorzubereiten und mit saisonalem Gemüse umsetzbar sind. In der DDR waren Gerichte dieser Art besonders beliebt, da sie aus einfachen Grundzutaten bestanden und sich je nach Verfügbarkeit flexibel abwandeln ließen. Porree war in vielen Haushalten ein geschätztes Gemüse, weil er Aroma bringt und in Suppen sowie Eintöpfen zuverlässig funktioniert, ohne komplizierte Verarbeitung zu benötigen. Der Charakter des Gerichts steht damit für eine Küche, die auf Praktikabilität, Wärme und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis setzt.
Weitere Rezeptvorschläge
- Kartoffelsuppe mit Majoran und Zwiebeln, optional mit vegetarischer Einlage für mehr Biss.
- Linseneintopf mit Suppengrün und Essig-Twist, der das Gericht am Ende besonders rund macht.
- Gemüseeintopf mit saisonalem Marktgemüse, ideal zum Resteverwerten und Vorbereiten.
- Erbsensuppe mit Kräutern, die durch längeres Köcheln besonders sämig wird.
Zusammenfassung: Porree Eintopf (DDR Rezept)
Der Porree Eintopf (DDR Rezept) überzeugt durch wenige Zutaten, einfache Schritte und einen herzhaften Geschmack, der sich durch Anschwitzen und sanftes Köcheln voll entfaltet. Mit Kartoffeln als Basis wird das Gericht angenehm sättigend und lässt sich in der Konsistenz von suppig bis sämig variieren. Durch gezielte Anpassungen gelingt er auch glutenfrei, laktosefrei sowie vegetarisch oder vegan, ohne dass der Charakter verloren geht. Wer einmal einen Topf gekocht hat, profitiert außerdem davon, dass der Eintopf am nächsten Tag oft noch aromatischer schmeckt und sich ideal zum Aufwärmen eignet.
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