Vorstellung Buttermilchgetzen (DDR Rezept)
Buttermilchgetzen sind ein traditionelles, bodenständiges Gericht, das viele noch mit Hausmannskost und gemütlicher Küche verbinden. Im Kern handelt es sich um fluffige, leicht säuerliche Pfannkuchen/Getzen, deren Teig durch Buttermilch besonders zart wird und eine angenehme Frische bekommt. Typisch ist, dass sie schnell gemacht sind und sowohl süß als auch herzhaft serviert werden können, je nachdem, was gerade im Vorratsschrank liegt. Gerade für ein einfaches Mittagessen oder ein warmes Abendbrot sind Buttermilchgetzen ideal, weil sie mit wenigen Zutaten auskommen und trotzdem satt machen.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 200 ml Buttermilch
- 1 Ei (Größe M)
- 150 g Weizenmehl (Type 405 oder 550)
- 1–2 EL Zucker (optional, für die süße Variante)
- 1 Prise Salz
- 1 TL Backpulver
- 1 TL Vanillezucker (optional)
- 1–2 EL Öl oder Butter zum Ausbacken
Diese Zutaten ergeben eine kleine Portion, die je nach Appetit für eine große oder zwei kleinere Mahlzeiten reicht. Die Kombination aus Buttermilch und Backpulver sorgt für eine lockere Struktur, ohne dass der Teig lange ruhen muss. Wenn du es klassisch-süß magst, sind Zucker und Vanille eine gute Basis, während du für die herzhafte Richtung den Zucker einfach weglässt. Wichtig ist auch die richtige Menge Fett in der Pfanne, damit die Getzen goldbraun werden und nicht festkleben.
Einkaufen der Zutaten
Beim Einkauf lohnt es sich, bei der Buttermilch auf ein frisches Mindesthaltbarkeitsdatum zu achten, denn die Säure und Frische prägen den Geschmack deutlich. Mehl und Backpulver sollten möglichst trocken gelagert gewesen sein, damit das Triebmittel zuverlässig arbeitet und die Getzen wirklich aufgehen. Wenn du die süße Variante planst, kann ein einfacher Zucker reichen, aber Vanillezucker oder Vanilleextrakt geben ein runderes Aroma. Für das Ausbacken ist Butterschmalz oder ein neutrales Öl praktisch, weil es höhere Temperaturen verträgt und die Oberfläche gleichmäßig bräunt.
Vorbereitung des Gerichts
Vor der Zubereitung hilft es, alle Zutaten in Reichweite bereitzustellen, damit der Teig zügig angerührt werden kann und nichts in der Pfanne wartet. Das Ei sollte idealerweise Zimmertemperatur haben, weil sich der Teig dann gleichmäßiger verbindet und weniger Klümpchen entstehen. Außerdem ist es sinnvoll, das Mehl mit Backpulver kurz zu vermischen, damit das Triebmittel später im Teig gut verteilt ist. Stelle auch schon einen Teller mit Küchenpapier bereit, falls du die fertigen Getzen kurz abtropfen lassen möchtest, besonders wenn du mit Butter ausbäckst.
Anleitung für die Zubereitung
- Ei mit Buttermilch in einer Schüssel verquirlen, bis die Mischung homogen ist.
- Mehl, Backpulver, Salz (und optional Zucker/Vanille) dazugeben und zu einem dickflüssigen Teig verrühren.
- Eine Pfanne auf mittlere Hitze bringen und Öl oder Butter hineingeben, bis der Boden leicht benetzt ist.
- Teig portionsweise in die Pfanne geben (je Getzen etwa 2–3 EL) und langsam ausbacken, bis sich an der Oberfläche Bläschen zeigen.
- Wenden und die zweite Seite goldbraun backen, dann warm halten und mit dem restlichen Teig fortfahren.
Achte darauf, die Hitze nicht zu hoch zu wählen, denn sonst bräunen die Getzen außen zu schnell und bleiben innen zu teigig. Durch die Buttermilch bekommt der Teig eine feine Säure, die besonders gut mit süßen Toppings harmoniert, aber auch herzhafte Begleiter spannend macht. Wenn du gleichmäßige Formen möchtest, hilft ein Löffel oder kleiner Schöpfer, um jede Portion ähnlich groß zu dosieren. Frisch aus der Pfanne schmecken sie am besten, weil die Oberfläche dann noch leicht knusprig ist und das Innere weich bleibt.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Für eine glutenfreie Variante kannst du glutenfreies Universalmehl verwenden, das bereits Bindemittel enthält, damit die Getzen nicht auseinanderfallen. Alternativ funktioniert eine Mischung aus Reismehl und etwas Speisestärke, wobei du die Teigkonsistenz mit einem kleinen Schluck Flüssigkeit anpassen solltest. Laktosefrei gelingt das Rezept mit laktosefreier Buttermilch, die es in vielen Supermärkten gibt, oder mit einer milden, laktosefreien Ferment-Alternative. Wichtig ist, den Teig nach dem Anrühren kurz 5 Minuten stehen zu lassen, damit glutenfreie Mehle Flüssigkeit aufnehmen und die Getzen später stabiler werden.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Vegetarisch ist das Gericht ohnehin, doch vegan wird es mit ein paar Anpassungen ebenfalls sehr unkompliziert. Das Ei kannst du durch einen Leinsamen-Ersatz ersetzen (z. B. 1 EL geschrotete Leinsamen + 3 EL Wasser, kurz quellen lassen), damit der Teig Bindung bekommt. Statt Buttermilch eignet sich eine pflanzliche “Buttermilch”, indem du Soja- oder Haferdrink mit etwas Zitronensaft oder Apfelessig mischst und 5–10 Minuten stehen lässt. Beim Ausbacken nimmst du am besten pflanzliche Margarine oder neutrales Öl, damit das Aroma mild bleibt und die Bräunung trotzdem schön gelingt.
Weitere Tipps und Tricks
Wenn du besonders luftige Getzen möchtest, rühre den Teig nur so lange, bis alles gerade eben vermischt ist, denn zu langes Rühren macht das Ergebnis oft zäher. Eine kleine Prise Natron zusätzlich zum Backpulver kann die Reaktion mit der Buttermilch verstärken, wodurch die Getzen noch lockerer werden. Für mehr Aroma kannst du etwas Zitronenabrieb oder Zimt in den Teig geben, was besonders in der süßen Variante hervorragend passt. Und falls die ersten Getzen zu dunkel werden, reduziere die Hitze leicht und wische die Pfanne kurz aus, bevor du neues Fett zugibst.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Du kannst die Buttermilchgetzen sehr leicht an deinen Geschmack anpassen, indem du die Süße steuerst oder zusätzliche Einlagen ergänzt. Für eine sättigendere Version eignen sich geriebener Apfel, Rosinen oder fein gehackte Nüsse, die du direkt in den Teig gibst. Wer es eher herzhaft mag, lässt Zucker und Vanille weg und ergänzt stattdessen Kräuter oder eine Prise Pfeffer und serviert dazu Quark oder einen Dip. Auch die Dicke lässt sich anpassen: Mit etwas mehr Mehl werden die Getzen kompakter, mit etwas mehr Buttermilch eher dünn und pfannkuchenartig.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Falls keine Buttermilch im Haus ist, kannst du sie recht gut ersetzen, indem du Milch mit einem Spritzer Zitronensaft oder Essig mischst und kurz stehen lässt, damit sie leicht ansäuert. Beim Mehl kann ein Teil durch Dinkelmehl ersetzt werden, was ein nussigeres Aroma ergibt, wobei du eventuell minimal mehr Flüssigkeit brauchst. Zucker lässt sich durch Honig oder Ahornsirup ersetzen, wobei der Teig dann etwas weicher werden kann und du die Mehlmenge feinjustierst. Zum Ausbacken ist Butterschmalz eine aromatische Alternative, während neutrales Öl die mildeste Option bleibt.
Ideen für passende Getränke
Zu Buttermilchgetzen passen Getränke, die entweder die frische Säure aufgreifen oder einen warmen Kontrast setzen. Sehr stimmig ist ein schwarzer Tee oder Kräutertee, weil er die Süße nicht überdeckt und das Gericht angenehm leicht wirken lässt. Wer es klassisch mag, kann auch Kaffee servieren, besonders wenn die Getzen mit Zucker und Zimt gegessen werden. Für Kinder oder eine milde Begleitung eignen sich Apfelsaftschorle oder ein fruchtiger Saft, der mit der Buttermilchnote harmoniert.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Optisch wirken Buttermilchgetzen besonders appetitlich, wenn du sie zu einem kleinen Stapel schichtest und oben mit einem Topping akzentuierst. In der süßen Variante sind Puderzucker, Apfelmus oder ein Klecks Quark schnell gemacht und sehen sofort einladend aus. Auch frische Früchte wie Beeren geben Farbe und sorgen dafür, dass das Gericht leichter und frischer wirkt. Für die herzhafte Präsentation kannst du sie mit Kräutern bestreuen und dazu einen Dip in einer kleinen Schale anrichten, damit der Teller aufgeräumt und modern aussieht.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Getzen und ähnliche Pfannengerichte haben in vielen Regionen eine lange Tradition, weil sie mit einfachen Grundzutaten auskommen und schnell zubereitet sind. Besonders beliebt waren solche Rezepte, wenn man aus Mehl, Eiern und einer säuerlichen Milchkomponente eine sättigende Mahlzeit machen wollte. Die Verwendung von Buttermilch ist dabei praktisch, weil sie häufig in Haushalten vorhanden war und dem Teig eine natürliche Lockerheit verleiht. Zudem konnten Buttermilchgetzen je nach Saison und Vorrat flexibel variiert werden, was sie bis heute zu einem unkomplizierten Wohlfühlgericht macht.
Weitere Rezeptvorschläge
- Apfel-Zimt-Getzen: Geriebenen Apfel und Zimt in den Teig geben und mit Apfelmus servieren.
- Kräuter-Getzen: Zucker weglassen, frische Kräuter einrühren und mit Quark-Dip kombinieren.
- Quark-Getzen: 2–3 EL Quark unter den Teig rühren, dadurch werden sie besonders saftig.
- Hafer-Getzen: Einen Teil des Mehls durch fein gemahlene Haferflocken ersetzen für mehr Biss.
- Beerige Dessert-Getzen: Mit warmen Beeren und einem Hauch Vanille servieren.
Diese Varianten zeigen, wie vielseitig das Grundrezept ist und wie leicht du es an das anpassen kannst, was gerade da ist. Wenn du Einlagen wie Obst nutzt, ist es sinnvoll, die Pfanne etwas niedriger zu stellen, damit die Stückchen Zeit haben, mitzugaren. Bei herzhaften Ideen lohnt es sich, die Getzen eher kleiner auszubacken, damit sie handlich bleiben und gut zu Dips passen. So bekommst du aus einem einzigen Rezept gleich mehrere alltagstaugliche Gerichte.
Zusammenfassung: Buttermilchgetzen (DDR Rezept)
Buttermilchgetzen sind ein einfaches, schnelles Pfannengericht mit wenigen Zutaten, das durch Buttermilch besonders locker und aromatisch wird. Mit der richtigen Pfannentemperatur und einer kurzen, sauberen Teigführung gelingen sie außen goldbraun und innen angenehm weich. Praktisch ist, dass du sie ohne großen Aufwand in süße, herzhafte, laktosefreie, glutenfreie oder sogar vegane Varianten abwandeln kannst. Damit eignen sie sich ideal für ein unkompliziertes Essen, das schnell auf dem Tisch steht und dennoch nach echter Wohlfühlküche schmeckt.
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