Vorstellung Einsiedler Schafböck
Der Einsiedler Schafböck ist kein herzhaftes Gericht, sondern ein bekanntes Schweizer Pilgergebäck aus Einsiedeln. Es handelt sich um einen scheibenartigen, runden Honigkuchen, der traditionell in einem Model geprägt wird – häufig mit einem Lamm-Motiv. Geschmacklich steht der Honig im Vordergrund, während die Gewürze eher zurückhaltend eingesetzt werden. Genau diese milde, fein süße Art macht den Schafböck zu einem beliebten Mitbringsel und zu einem klassischen Gebäck für gemütliche Kaffeerunden.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 200 g Mehl (ideal: Ruchmehl, alternativ Weizenmehl Type 1050)
- 80 g Honig
- 60 g Zucker
- 60 ml Wasser
- 1 TL Natron oder 1/2 TL Triebsalz (Hirschhornsalz)
- 1 Prise Salz
- 1/2 TL Zimt (optional, mild dosieren)
- 1 Messerspitze Nelkenpulver (optional)
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Für einen gelungenen Einsiedler Schafböck lohnt es sich, bei den Grundzutaten auf Qualität zu achten: Ein aromatischer Honig bestimmt den Geschmack maßgeblich. Beim Mehl eignet sich in der Schweiz oft Ruchmehl; alternativ funktioniert Weizenmehl Type 1050 sehr gut. Als Triebmittel wird häufig Triebsalz (Hirschhornsalz) verwendet, weil es dem Gebäck die typische Textur verleiht. Natron ist eine praktikable Alternative, wenn Sie Triebsalz nicht bekommen. Die Gewürze sollten dezent eingesetzt werden, damit der Honigcharakter im Vordergrund bleibt.
Vorbereitung des Gerichts
Damit die Schafböcke die typische Konsistenz bekommen, lohnt sich eine saubere Vorbereitung. Messen Sie alle Zutaten ab und stellen Sie sie bereit. Erwärmen Sie Honig, Zucker und Wasser kurz, bis sich alles gut verbindet, und lassen Sie die Mischung anschließend etwas abkühlen. Das Teigmodell (falls vorhanden) leicht bemehlen, damit sich der Teig später gut löst. Wenn Sie ohne Model arbeiten, bereiten Sie ein Backblech mit Backpapier vor und formen die Teigstücke später einfach als kleine Scheiben.
Anleitung für die Zubereitung
- Honig, Zucker und Wasser in einem kleinen Topf vorsichtig erwärmen, bis sich der Zucker gelöst hat. Danach lauwarm abkühlen lassen.
- Mehl, Salz und (optional) Zimt sowie Nelkenpulver in einer Schüssel mischen.
- Natron oder Triebsalz unter das Mehl mischen.
- Die lauwarme Honig-Zucker-Mischung zum Mehl geben und alles zu einem glatten, formbaren Teig verkneten.
- Den Teig abgedeckt mindestens 30 Minuten ruhen lassen (noch besser: 2–12 Stunden), damit er sich gut verarbeiten lässt.
- Teig portionieren, in ein bemehltes Model drücken und vorsichtig herauslösen (oder flache Scheiben formen und auf das Blech legen).
- Im vorgeheizten Ofen bei 170–180 °C ca. 10–14 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist (nicht zu dunkel backen, damit das Innere weich bleibt).
- Auf einem Gitter auskühlen lassen. Nach Wunsch die Oberfläche dünn mit etwas Honigwasser bestreichen, um Glanz zu erhalten.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Eine laktosefreie Variante ist unkompliziert, da das Rezept ohne Milchprodukte auskommt. Für eine glutenfreie Version ersetzen Sie das Mehl durch eine glutenfreie Mehlmischung für Kuchen/Gebäck. Achten Sie darauf, das Triebmittel passend zu wählen (glutenfrei gekennzeichnet) und den Teig nicht zu trocken werden zu lassen – glutenfreie Mehle benötigen manchmal etwas mehr Flüssigkeit. So bleibt der Schafböck auch ohne Gluten angenehm weich.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Vegetarisch ist das Gebäck in der Regel problemlos. Für eine vegane Variante ersetzen Sie den Honig durch Ahornsirup oder Zuckerrübensirup. Beachten Sie, dass sich dadurch das Aroma leicht verändert und die Bräunung etwas anders ausfallen kann. Die Gewürze können Sie weiterhin sehr mild dosieren, damit das Gebäck nicht zu „lebkuchig“ wird, sondern seine typische Zurückhaltung behält.
Weitere Tipps und Tricks
Der wichtigste Punkt ist die Backzeit: Schafböcke sollten goldbraun sein, aber nicht zu dunkel – sonst werden sie trocken. Wenn Sie ein Model verwenden, drücken Sie den Teig gleichmäßig hinein, damit das Motiv sauber herauskommt. Ein dünner Anstrich aus Honigwasser nach dem Backen sorgt für einen schönen Glanz. Lagern Sie die Schafböcke in einer gut schließenden Dose: So bleiben sie länger weich und aromatisch. Wer es traditionell mag, lässt die Gewürze bewusst sparsam, damit der Honig klar im Vordergrund steht.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Sie können den Einsiedler Schafböck gut an Ihren Geschmack anpassen, ohne den Charakter zu verlieren. Für eine feinere Note passen etwas Zitronenabrieb oder ein Hauch Vanille. Wer es kräftiger mag, erhöht Zimt und Nelke minimal – jedoch lieber vorsichtig dosieren, damit es nicht zu stark nach Lebkuchen schmeckt. Auch die Größe lässt sich variieren: Kleine Scheiben sind ideal als Kaffeegebäck, größere Stücke eignen sich gut als Mitbringsel.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Falls Sie kein Ruchmehl bekommen, funktioniert Weizenmehl Type 1050 sehr gut. Triebsalz lässt sich durch Natron ersetzen; wenn Sie Natron verwenden, kann ein sehr kleiner Spritzer Zitronensaft in der Honigmischung helfen, die Triebwirkung zu unterstützen (nicht übertreiben). Honig kann – für eine rein pflanzliche Variante – durch Ahornsirup oder Zuckerrübensirup ersetzt werden, wobei sich Geschmack und Farbe leicht verändern.
Ideen für passende Getränke
Zum Einsiedler Schafböck passen klassische Begleiter besonders gut: Kaffee, Schwarztee oder Kräutertee harmonieren mit der milden Honigsüße. An kalten Tagen ist auch ein würziger Apfelpunsch oder ein leichter Glühwein eine stimmige Kombination. Wer es schlicht mag, serviert ein Glas Milchalternative oder warmes Wasser mit Zitrone – so bleibt der Honiggeschmack im Mittelpunkt.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Richten Sie die Schafböcke auf einem Holzbrett oder einer hellen Platte an, damit die goldbraune Oberfläche gut zur Geltung kommt. Besonders schön wirkt es, wenn das Motiv klar erkennbar ist. Ein kleiner Klecks Honig, ein paar Nüsse oder getrocknete Apfelscheiben daneben unterstreichen den rustikalen Charakter. Als Geschenkidee eignen sich Schafböcke in einer Dose oder einem Säckchen, hübsch beschriftet und mit einer Schleife versehen.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Der Einsiedler Schafböck ist eng mit der Wallfahrtstradition rund um Einsiedeln verbunden. Als lange haltbares Honiggebäck war er ein praktischer Reiseproviant und zugleich ein beliebtes Mitbringsel für Daheimgebliebene. Typisch ist die Formgebung im Model, häufig mit einem Lamm-Motiv, das kulturell und religiös geprägt ist. Bis heute gilt der Schafböck als kulinarisches Aushängeschild Einsiedelns und ist weit über die Region hinaus bekannt.
Weitere Rezeptvorschläge
- Schweizer Anisbögen
- Basler Läckerli
- Zuger Kirschtorte
- Engadiner Nusstorte
Zusammenfassung: Einsiedler Schafböck
Der Einsiedler Schafböck ist ein traditionelles Schweizer Honiggebäck, das durch seine einfache, aber charaktervolle Rezeptur überzeugt: Mehl und Honig bilden die Basis, ergänzt durch Zucker, Wasser und ein Triebmittel. Mild gewürzt, goldbraun gebacken und innen angenehm weich, ist er ein perfekter Begleiter zu Kaffee und Tee sowie ein klassisches Mitbringsel. Mit wenigen Zutaten und etwas Sorgfalt gelingt Ihnen dieses Kultgebäck auch zu Hause – zeitlos, unkompliziert und typisch Schweiz.
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