Vorstellung des Gerichts
In der DDR-Gastronomie war Würzfleisch, oft unter dem Namen Ragout fin, ein fester Bestandteil vieler Speisekarten und wird in Ostdeutschland bis heute gekocht. Für die Sauce wird Fleisch, hier Huhn oder Schwein, angebraten, mit Zwiebel und Knoblauch abgelöscht, dann mit Mehl gebunden und mit Brühe und Sahne aufgefüllt. Zitronensaft und eine Prise Muskat geben der Sauce die typische Säure und Würze. Nach etwa 15 Minuten Köcheln ist alles durchgezogen, serviert wird meist in einer Blätterteigtasche oder schlicht mit Reis. Als Vorspeise reicht eine kleine Portion, als Hauptgericht braucht es mehr Fleisch.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 200g Hühner- oder Schweinefleisch
- 1 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 2 EL Butter
- 200ml Hühner- oder Gemüsebrühe
- 100ml Sahne
- 1 EL Mehl
- 1 EL Zitronensaft
- Salz und Pfeffer
- Muskatnuss (optional)
- etwas frische Petersilie
Einkaufen der Zutaten
Bei der Auswahl der Zutaten sollten Sie auf ihre Qualität achten. Besonders frisches Fleisch und frische Kräuter können den Geschmack des Gerichts deutlich verbessern. Bioläden oder gut sortierte Supermärkte sind hierfür empfehlenswert.
Vorbereitung des Gerichts
Bevor Sie mit dem Kochen beginnen, sollten Sie alle Zutaten vorbereiten. Schneiden Sie das Fleisch in kleine Würfel, hacken Sie die Zwiebel und den Knoblauch fein. Stellen Sie außerdem alle weiteren Zutaten griffbereit.
Anleitung für die Zubereitung
- Die Butter in einem Topf erhitzen und das Fleisch darin anbraten, bis es leicht gebräunt ist.
- Zwiebel und Knoblauch hinzufügen und mitbraten, bis sie weich sind.
- Das Mehl einstreuen und kurz mit anschwitzen.
- Mit der Brühe ablöschen und gut umrühren, um Klümpchen zu vermeiden.
- Die Sahne und den Zitronensaft einrühren, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.
- Das Ganze bei schwacher Hitze etwa 15 Minuten köcheln lassen.
- Vor dem Servieren mit frischer Petersilie bestreuen.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Für eine glutenfreie Variante können Sie das Mehl durch Maisstärke oder ein glutenfreies Mehl ersetzen. Bei einer laktosefreien Zubereitung nehmen Sie stattdessen laktosefreie Sahne.
Tipps für Veganer & Vegetarier
Für eine vegane Variante können Sie das Fleisch durch Fleischersatzprodukte wie Tofu oder Seitan ersetzen. Verwenden Sie zudem pflanzliche Sahne und pflanzliche Brühe.
Weitere Tipps und Tricks
Würzfleisch lässt sich gut im Voraus zubereiten und aufwärmen. Es schmeckt fast noch besser, wenn es etwas durchgezogen ist. Sie können die Soße auch mit etwas Weißwein verfeinern.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Je nach Geschmack können Sie das Gericht mit verschiedenen Gewürzen wie Paprika oder Curry abwandeln. Auch die Zugabe von Gemüse wie Pilzen oder Paprika kann das Gericht interessant gestalten.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Falls Sie kein Fleisch mögen oder zur Verfügung haben, können Sie stattdessen auch Fisch oder Garnelen für dieses Rezept verwenden. Pflanzenbasierte Alternativen funktionieren ebenfalls gut.
Ideen für passende Getränke
Zu Würzfleisch passt besonders gut ein trockener Weißwein oder ein leichter Rotwein. Auch ein kühles Bier oder Mineralwasser mit einem Spritzer Zitrone sind empfehlenswert.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Richten Sie das Würzfleisch in kleinen Schalen oder Terrakotta-Töpfen an und garnieren Sie es mit frischer Petersilie. Dazu passen frisches Baguette oder kleine Brotkörbchen, die Sie danebenstellen.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Würzfleisch hat seine Wurzeln in der ostdeutschen Küche und war besonders in der DDR-Zeit ein beliebtes Gericht. Es wurde oft auf Festen und Feiern serviert und besticht durch seine einfache Zubereitung und den Geschmack.
Weitere Rezeptvorschläge
Weitere köstliche deutsche Rezepte, die Sie ausprobieren können, sind Jägerschnitzel, Rouladen und Königsberger Klopse. All diese Gerichte sind ebenfalls reich an Tradition und Geschmack.
Zusammenfassung
Würzfleisch ist eine cremige Fleisch-Sauce mit Zitronennote, in Ostdeutschland auch als Ragout fin bekannt. Die Menge lässt sich leicht verdoppeln, wenn daraus ein Hauptgericht werden soll. Reste schmecken aufgewärmt mit Reis oder in der Blätterteigtasche.
Rezepte-Planer
Füge das Rezept dem Tages-Planer hinzu. Zum Planer hier klicken.






