Vorstellung Gewürzgurken (DDR Rezept)
Gewürzgurken gehören zu den beliebtesten Klassikern der deutschen Einmachküche und sind besonders als DDR Rezept vielen bis heute in Erinnerung. Das typische Aroma entsteht durch die Kombination aus Essigsud, Dill, Senfkörnern und einer ausgewogenen Süße, die die Gurken angenehm knackig hält. Im Alltag passen sie als Beilage zu Brotzeiten, warmen Gerichten oder einfach als kleiner Snack aus dem Glas. Wer sie selbst einlegt, kann Geschmack und Biss präzise steuern und bekommt ein Ergebnis, das im Vorratsschrank lange Freude macht.
Zutatenliste für 1-2 Portionen
- 300–400 g Einlegegurken (klein, fest, möglichst frisch)
- 150 ml Wasser
- 150 ml Tafelessig (5 % Säure)
- 1–1,5 EL Zucker (je nach gewünschter Süße)
- 1–1,5 TL Salz
- 1 TL Senfkörner
- 4–6 Pfefferkörner
- 1 kleines Lorbeerblatt
- 1–2 Knoblauchzehen (optional)
- 1 kleines Stück Meerrettich oder 1 TL geriebener Meerrettich (optional für Extra-Schärfe)
- 1 kleiner Dillzweig oder 1 TL Dill (frisch oder getrocknet)
- 1 kleine Zwiebel (optional, in Ringe)
Einkaufen der Zutaten
Achte beim Kauf darauf, dass die Gurken fest sind und eine glatte, unbeschädigte Schale haben, denn das ist entscheidend für den späteren Knack. Besonders gut eignen sich kleine Einlegegurken, weil sie gleichmäßiger durchziehen und im Glas hübsch aussehen. Essig mit 5 % Säure ist ein guter Standard, weil er den Geschmack klassisch hält und den Sud nicht zu aggressiv macht. Gewürze wie Senfkörner, Pfeffer und Lorbeer findest du meist im Gewürzregal, und frischer Dill lohnt sich vor allem in der Saison.
Vorbereitung des Gerichts
Wasche die Gurken gründlich und schneide die Enden dünn ab, weil dort Bitterstoffe sitzen können und die Textur manchmal weicher wird. Wenn du es besonders traditionell magst, kannst du die Gurken vor dem Einlegen 1–2 Stunden in kaltem Wasser wässern, das unterstützt den krossen Biss. Gläser und Deckel sollten sehr sauber sein; ideal ist es, sie kurz mit heißem Wasser auszuspülen oder abzukochen, damit die Einlage länger stabil bleibt. Zwiebel, Knoblauch und Meerrettich bereitest du am besten schon vor, damit beim Einfüllen alles zügig geht und die Gurken nicht unnötig lange an der Luft liegen.
Anleitung für die Zubereitung
- Glas (ca. 500 ml) und Deckel gründlich reinigen und mit heißem Wasser ausspülen.
- Gurken waschen, Enden knapp abschneiden und je nach Größe ganz lassen oder halbieren.
- Wasser, Essig, Zucker und Salz in einem Topf erhitzen, bis sich Zucker und Salz vollständig gelöst haben.
- Senfkörner, Pfefferkörner, Lorbeer, Dill sowie optional Zwiebel, Knoblauch und Meerrettich ins Glas geben.
- Gurken eng ins Glas schichten, ohne sie zu zerquetschen, damit sie knackig bleiben.
- Heißen Sud vorsichtig bis knapp unter den Rand einfüllen, sodass alles bedeckt ist.
- Glas sofort verschließen und 10 Minuten auf den Kopf stellen oder alternativ im Wasserbad kurz pasteurisieren.
- Mindestens 24–48 Stunden ziehen lassen; für volles Aroma am besten 5–7 Tage warten.
Zubereitung ohne Gluten / Laktose
Dieses Rezept ist von Natur aus sehr gut geeignet, wenn du glutenfrei und laktosefrei essen möchtest, weil weder Mehlprodukte noch Milchbestandteile nötig sind. Wichtig ist nur, bei Gewürzmischungen oder fertigen Einlegehilfen genau auf die Zutatenliste zu schauen, da dort manchmal Trennmittel oder Aromen versteckt sein können. Verwende am besten reinen Essig, Zucker, Salz und Einzelgewürze, dann bleibt alles unkompliziert. Auch beim Servieren ist es leicht: Kombiniere die Gurken mit glutenfreien Brotalternativen oder als frische Beilage zu Kartoffelgerichten.
Tipps für Veganer und Vegetarier
Gewürzgurken sind eine dankbare Option für vegan und vegetarisch, da sie ohne tierische Produkte auskommen. Achte lediglich darauf, dass der verwendete Zucker nicht mit tierischer Knochenkohle raffiniert wurde, wenn du besonders streng vegan lebst; unraffinierter Rohrzucker oder Bio-Zucker ist dann eine sichere Wahl. Für mehr Umami kannst du statt zusätzlicher Süße lieber mit Meerrettich oder etwas mehr Dill arbeiten, das macht den Geschmack tiefer. Als Ergänzung passen sie hervorragend in vegane Kartoffelsalate, auf Sandwiches oder als Kontrast zu deftigen pflanzlichen Aufstrichen.
Weitere Tipps und Tricks
Der wichtigste Punkt für richtig gute Gewürzgurken ist die Temperatur: Der Sud sollte heiß eingefüllt werden, damit Gewürze ihr Aroma abgeben und das Glas hygienisch bleibt. Gleichzeitig solltest du die Gurken nicht zu lange kochen, denn das macht sie weich; sie garen im heißen Sud nur minimal nach. Wenn du extra Knackigkeit willst, hilft ein kleines Stück Meerrettich oder ein sehr frisches Gurkenlos, weil ältere Gurken eher Wasser verlieren. Lagere die Gläser nach dem Abkühlen kühl und dunkel, denn Licht und Wärme bauen Aroma ab und können die Farbe verändern.
Anpassung vom Rezept an Vorlieben
Wenn du es süßer magst, erhöhe den Zucker schrittweise, denn schon ein halber Esslöffel verändert die Balance deutlich. Für eine kräftigere Säure reduzierst du das Wasser im Verhältnis zum Essig, solltest aber bedenken, dass zu viel Säure die Gewürze schnell überdeckt. Wer es würziger liebt, ergänzt Piment oder eine Prise Koriandersaat, ohne dass der typische Charakter verloren geht. Auch die Ziehzeit ist ein Stellrad: Nach 2 Tagen sind die Gurken frisch und leicht, nach 1–2 Wochen deutlich runder und intensiver.
Alternativen zu bestimmten Zutaten
Falls du keinen Tafelessig verwenden möchtest, ist Apfelessig eine milde Alternative, die eine fruchtige Note bringt und gut zu Dill passt. Zucker kannst du durch Honig-Alternativen wie Agavendicksaft ersetzen, wobei sich die Süße anders verteilt und der Sud etwas weicher schmecken kann. Dill lässt sich notfalls durch Fenchelgrün ersetzen, was aromatisch nahekommt, aber etwas anisiger wirkt. Meerrettich ist optional, doch wenn du ihn ersetzen willst, sorgt ein kleines Stück Ingwer für eine andere, aber spannende Schärfe.
Ideen für passende Getränke
Zu Gewürzgurken passen Getränke, die die Säure ausgleichen oder die Würze aufnehmen, zum Beispiel ein kühles Pils oder ein mildes Helles. Wer alkoholfrei bevorzugt, liegt mit Mineralwasser mit Kohlensäure richtig, weil es den Gaumen reinigt und die Gewürznoten frisch hält. Auch ungesüßter Kräutertee, etwa Pfefferminze oder Kamille, ist überraschend harmonisch, da er die Säure nicht verstärkt. Bei einer Brotzeit funktionieren zudem Apfelsaftschorle oder ein leichter Malzdrink, weil sie die süß-säuerliche Balance unterstreichen.
Vorschläge zur ansprechenden Präsentation
Im Glas wirken Gewürzgurken besonders hübsch, wenn du Dillzweige und Zwiebelringe sichtbar an den Rand legst, denn das ergibt sofort einen „hausgemachten“ Eindruck. Für eine Platte kannst du sie in Scheiben schneiden und mit etwas Sud beträufeln, damit sie glänzen und nicht austrocknen. Kombiniere sie mit dunklem Brot, Senf und Käse- oder Veggie-Alternativen, dann entsteht eine stimmige Brotzeit-Optik. Wenn du Gäste hast, serviere kleine Spieße aus Gurke, Kartoffel und etwas Meerrettichcreme, das ist unkompliziert und sieht trotzdem besonders aus.
Hintergrundinformationen zur Geschichte
Das Einlegen von Gurken hat in Deutschland eine lange Tradition, weil es eine einfache Methode war, Ernteüberschüsse haltbar zu machen. In der DDR waren eingelegte Gurken ein typischer Bestandteil der Vorratshaltung, da viele Haushalte saisonal einkauften und vieles selbst verarbeiteten. Charakteristisch war ein klarer Essigsud mit Gewürzen wie Senfkorn und Dill, der günstig, zuverlässig und geschmacklich konstant war. Bis heute verbinden viele Menschen diesen Geschmack mit Kindheit, Gartenbau und dem Gefühl, dass ein gut gefüllter Vorratsschrank ein Stück Alltagssicherheit bedeutet.
Weitere Rezeptvorschläge
- Senfgurken mit extra Senf und leicht cremigem Sud für kräftige Brotzeiten
- Schnelle Kühlschrankgurken ohne Einkochen, nach wenigen Stunden servierbereit
- Knoblauch-Dill-Gurken mit mehr Knoblauch und frischem Dill für intensives Aroma
- Asia-inspirierte Gurken mit Reisessig, Sesam und Chili für eine schärfere Variante
Zusammenfassung: Gewürzgurken (DDR Rezept)
Mit diesem DDR Rezept gelingen dir Gewürzgurken, die durch ausgewogene Säure, feine Süße und klassische Gewürze überzeugen. Entscheidend sind frische, feste Gurken, saubere Gläser und ein heiß eingefüllter Sud, damit Geschmack und Haltbarkeit stimmen. Nach wenigen Tagen Ziehzeit entwickeln sie ihr typisches Aroma und passen vielseitig zu Brotzeiten, warmen Gerichten oder als Snack. Wenn du Süße, Säure und Gewürze nach deinem Geschmack anpasst, bekommst du ein Glas, das genau so schmeckt, wie du es am liebsten magst.
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